„Tierversuchsstadt Tübingen“: BekennerInnenschreiben der A.L.F.

Heute erreichte uns folgendes anonyme BekennerInnenschreiben:

WIR HABEN IN DER NACHT AUF DEN 18. APRIL 2011 AUF DEN TÜBINGER ORTSSCHILDERN DIE ‚UNIVERSITÄTSSTADT‘ ZUR ‚TIERVERSUCHSSTADT‘ GEMACHT.

DIES GESCHAH ANLÄSSLICH DES BEVORSTEHENDEN INTERNATIONALEN TAGS ZUR ABSCHAFFUNG VON TIERVERSUCHEN. WIR WOLLEN DARAUF AUFMERKSAM MACHEN, DASS IN TÜBINGEN ZAHLLOSE EXPERIMENTE AN TIEREN DURCHGEFÜHRT WERDEN.

GESCHÄHE ES BEIM MENSCHEN, IHR WÜRDET ES FOLTER UND MORD NENNEN.

ANIMAL LIBERATION FRONT A.L.F.

Wir hatten in unserem Aufruf zu einer offenen Aktionsphase gegen Tierversuche in Tübingen dazu aufgefordert, Druck auf allen Ebenen auszuüben. In dem Aufruf hieß es, um die Verantwortlichen dazu zu bewegen, sich mit dem Thema auseinander zu setzen, solle „zunächst das idyllische Image der Stadt als grüne Universitätsstadt im öffentlichen Bewusstsein dekonstruiert werden“. Weiter hieß es: „Was hinter den Türen Tübinger Institute, finanziert durch öffentliche Gelder, geschieht, würde, geschähe es beim Menschen, Folter und Mord genannt werden. Mit moderner, verantwortungsbewusster Forschung hat das unserer Ansicht nach nichts zu tun, weshalb wir die ‚Universitätsstadt‘ Tübingen hiermit zur ‚Tierversuchsstadt‘ erklären, um Bewusstsein für die Problematik von Tierversuchen in der Öffentlichkeit zu schaffen. Wir rufen alle dazu auf, sich an der offenen Aktionsphase gegen Tierversuche in Tübingen zu beteiligen. Jede und jeder Einzelne und jede Gruppe von Menschen hat viele Möglichkeiten, dem gefühlten Protest öffentlich Ausdruck zu verleihen. Wir freuen uns zwar über jede Unterschrift, die z.B. im Rahmen unserer Infostände abgegeben wird, möchten aber auch auf das zusätzliche Potential anderer Aktionsformen aufmerksam machen. Dieses kann nicht nur durch das Informieren des Bekanntenkreises, das Verfassen von LeserInnenbriefen oder durch persönliche Anfragen bei den experimentierenden Institutionen, sondern auch durch weitergehenden kreativen Protest zum Ausdruck gebracht werden. Protest auf allen Ebenen erachten wir als notwendig und unabdinglich. Tierquälerei im Dienste der Forschung darf keine Akzeptanz finden, darum tragt eure Meinung und euren Protest nach außen! Das Ortsschild-Motiv ‚Tierversuchsstadt Tübingen‘ steht frei zur kreativen Verwendung!“

stoppt affenversuche

Speziell gegen die Experimente mit Rhesusaffen, die in Tübingen gleich an drei Instituten durchgeführt werden, richtet sich eine Kampagne; in Kooperation haben Ärzte gegen Tierversuche e.V. und die Antispeziesistische Aktion Tübingen diese im Januar 2009 initiiert. Inzwischen hat sich in Tübingen ein breiteres lokales Aktionsbündnis gegen die Versuche gebildet, an dem sich mehrere Initiativen und zahlreiche Einzelpersonen beteiligen, und das nun auch seine eigene Internetpräsenz hat: www.affenversuche.de.
Die nächste größere Veranstaltung im Rahmen der Kampagne findet am 5. Mai um 20 Uhr im Hörsaal 24 des Kupferbaus statt; es handelt sich um einen Vortrag mit dem Thema „Brauchen wir Tierversuche? Experten diskutieren Fakten unter besonderer Berücksichtigung der Versuche an Affen in Tübingen“ von Dr. Hiltrud Straßer, Veterinärmedizinerin und Mitglied bei Ärzte gege Tierversuche e.V. Außerdem wird Gabriele Busse, ehemalige Diplomandin am Max-Planck-Institut, über ihre Erfahrungen berichten: Sie stieß im Rahmen ihrer Diplomarbeit am Max-Planck-Institut auf die dort durchgeführten Affenversuche. Sie fragte nach – und löste damit eine Hetzkampagne ungeahnten Ausmaßes aus…

Mehr Informationen über die Kampagne und über den Vortrag am 5. Mai unter affenversuche.de.

Wir machen außerdem auf folgende Veranstaltungen aufmerksam:
Filmvorführung und Konzert am 21.4.
Antirepressionswoche von 6.-16. Mai


1 Antwort auf „„Tierversuchsstadt Tübingen“: BekennerInnenschreiben der A.L.F.“


  1. 1 ALF-Aktion gegen “Tierversuchstadt” Tübingen | Bite Back Germany | Time for Resistance Pingback am 18. April 2011 um 20:19 Uhr
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