Archiv für Juni 2011

Mahnwache gegen konservative Gewalt, Solidemo mit Teplingen-Besetzung

In Tübingen haben sich am Abend trotz Regen Menschen eingefunden, um spontan gegen die rücksichtslose Gewalt von Agrarindustriellen gegen die BesetzerInnen der geplanten Mastanlage (s. Bericht Besetzte Mastanlagen-Baustelle brutal angegriffen) zu demonstrieren.
Auf Flugblättern wurde darauf hingewiesen, wie der Bauplatzbesitzer mit anderen Agrarindustriellen mit Traktoren über die Zelte der BesetzerInnen fuhr, ohne zu prüfen, ob sich darin jemand befand. Auch der Tripod, auf dem sich in acht Metern Höhe ein Zelt befand, wurde ohne Prüfung vom Besitzer und seinen HelferInnen umgeworfen.
Besonders erschreckend fanden einige Demonstrierende, dass die Polizei die Angreifer ohne Personalienaufnahme gehen ließ und selbst die BesetzerInnen attakierte.
Etwa eine Stunde lang wurde demonstriert und geflyert. Auch VertreterInnen der Antispeziesistischen Aktion Tübingen gaben ihrem Protest Ausdruck.

Besetzte Mastanlagen-Baustelle brutal angegriffen

Das Gelände in Teplingen (Wendland), auf dem eine Hühnermastanlage errichtet werden soll, war in der Nacht zum Sonntag von 20 AktivistInnen besetzt worden. Die Anlage soll ein Zulieferbetrieb für den Schlachthof Wietze werden. In Wietze bei Celle (Niedersachsen) soll Europas größte Geflügel-Schlachtfabrik errichtet und täglich eine halbe Million „Hähnchen“ geschlachtet werden. Im Sommer 2010 wurde das Baugelände in Wietze während knapp drei Monaten besetzt gehalten. Die Schlachtfabrik befindet sich zur Zeit in Bau und kann nur dann vollkommen in Betrieb genommen werden, wenn es genügend Zulieferbetriebe gibt. Zur Belieferung müssen in der Region ca. 420 Mastfabriken mit jeweils 40.000 Tieren errichtet werden. Bisher konnten nur einige wenige der geplanten Mastanlagen realisiert werden, auch aufgrund von massiven Protesten. In Sprötze beispielsweise ist der Maststall vor seiner Inbetriebnahme im Juli 2010 abgebrannt worden.
Die Mastanlage in Teplingen soll jährlich in 7,5 Mastdurchläufen 300.000 Individuen mästen, sodass auf einem Quadratmeter 22 Hühner leben müssen. Vier Prozent der Tiere erreichen durchschnittlich das „Schlachtgewicht“ nicht, so würden pro Jahr 12.000 Hühner durch die Haltungsbedingungen schon in der Anlage sterben.
Nachdem die Polizei die Besetzung gestern nicht vollständig räumen konnte, griff heute der Eigentümer der entstehenden Mastanlage mit Unterstützern und Unterstützerinnen die AktivistInnen an. Kurz nach 20 Uhr wurde das Feld von den Agrarindustriellen mit Traktoren, Schlagstöcken und atemwegsreizenden Chemikalien angegriffen. Zelte wurden überfahren ohne zu wissen, ob sich Lebewesen darin befanden. Die AktivistInnen wurden umzingelt, mit Waffen und Fäusten geschlagen, mit einem Feuerlöscher wurde vermutlich Buttersäure oder Wildschweinverbissmittel auf sie gesprüht. Mehrere Menschen wurden verletzt.

Nachdem die Polizei eingetroffen war, verließen einige der AngreiferInnen das Feld. Die Polizei nahm nicht einmal ihre Personalien auf, vielmehr griff auch sie nun die AktivistInnen an. Alle BesetzerInnen haben das Feld gegen 22 Uhr verlassen.

Aktuelle Informationen: stopteplingen.blogsport.de.

Solidemo: Mittwoch, 18 Uhr, Tübingen, Holzmarkt.

Zur Kritik „antideutscher“ Ideologie und Praxis

Die politische Tierbefreiungsbewegung hatte in der Vergangenheit wiederholt mit Angriffen auch von Seiten anderer linker oder sich mit diesem Label bezeichnenden Gruppen und Personen zu kämpfen.1 Die Polemiken stammten fast ausschließlich aus dem sich als „antideutsch“ verstehenden Bereich. Die Tierrechts Aktion Nord veranstaltete im Juni 2010 eine Diskussionsveranstaltung zum Thema, in deren Rahmen die „antideutsche“ Ideologie als Neokonservatismus und Klassenkampf von oben analysiert wurde: Weil die „Mahner“ vor einer „verkürzten Kapitalismuskritik“ ihre Traktate mit marxistisch klingenden Begriffen garnierten, wirke es zwar zunächst so, als handele es sich um eine linke Kritik an rechten Tendenzen, in Wahrheit richte sich die „antideutsche“ Kritik am Antikapitalismus als eine Spielart neokonservativer und antikommunistischer Herrschaftsideologie, die der „Barbarei“ sozialistischer Politikmodelle die „Freiheit der Märkte“ gegenüber stelle, aber gegen die Linke und gegen die ArbeiterInnenbewegung.2
Eine ausführliche Kritik „antideutscher“ Ideologie und Praxis in Form einer Broschüre, welche den Weg der „Antideutschen“ vom selbsternannten „Abbruchunternehmen der Linken“ ins rechte Lager nachzeichnet, hat nun die Marxistische Aktion Tübingen veröffentlicht. Ausgehend von dem Umstand, dass Teile der „antideutschen“ Bewegung inzwischen offen die Übereinstimmung der eigenen Positionen mit jenen der Neuen Rechten einräumen, wird der affirmative turn der „antideutschen“ Bewegung, in dessen Vollzug diese sich von essentiellen linken Positionen zunehmend entfernt hat und dessen ultimative, aber logische Konsequenz nicht nur die Bejahung der herrschenden Zustände, sondern, wie sich nun zeigt, der Wechsel ins rechte Lager ist, einer ausführlichen Betrachtung unterzogen. Die affirmative Haltung gegenüber den herrschenden Zuständen und die Hinwendung zu neoliberalen Positionen in der gesamten „antideutschen“ Bewegung und Teilen der „autonomen Szene“ wird aufgezeigt – denn die Unfähigkeit, internalisierte bürgerliche Ideologie in der eigenen Theorie und Praxis zu überwinden, ist kein Alleinstellungsmerkmal der „Antideutschen“. Dass der linke Flügel der „Antideutschen“ sich vor allem in der „autonomen Szene“ tummelt, sei daher kein Zufall, sondern strukturell bedingt. Am Schluss wird darauf hingewiesen, dass es viele Linke gibt, die sich mitunter gar nicht oder nicht mehr als „antideutsch“ bezeichnen oder sich jedenfalls von den extremsten Entwicklungen der Szene distanzieren, antideutsche „Kritik“ aber nach wie vor als wichtig und notwendig bezeichnen, in vielen Auffassungen von „antideutscher“ Ideologie beeinflusst sind und sich nach wie vor als „israelsolidarische Linke“ bezeichnen. Über sie heißt es in der Broschüre: „Diejenigen Linken, die solche Argumentationsmuster übernommen haben, übersehen, dass es sich bei der ‚Kritik‘ der ‚Antideutschen‘ an der Linken niemals um solidarische, innerlinke Kritik gehandelt hat, welche die Bewegung vorangebracht oder emanzipatorischer gemacht hätte, sondern es sich im Gegenteil bei den ‚Antideutschen‘ von Anfang an um ein ‚Abbruchunternehmen der Linken‘ (Justus Wertmüller) gehandelt hat, mit dem Ziel, die Linke zu zerstören.“ Wo Linke sich darauf eingelassen hätten, sich mit den Zielen der israelischen und US-amerikanischen Rechten solidarisch zu erklären, wo Linke sich gegenüber der Ideologie der Herrschenden affirmativ verhalten und in die Propaganda von der Verteidigung von Demokratie und Menschenrechten gegenüber „totalitären“ Systemen mit eingestimmt hätten, hätten sie sich konsequenterweise nicht nur von den essentiellsten linken Positionen entfernt, sondern seien selbst bürgerlich, (neo-)konservativ oder rechts geworden: Aus ursprünglich „antideutschen Kommunisten“ sind proamerikanische Apologeten des Kapitalismus geworden, die sich selbst aus der Linken verabschiedet haben, zu willfährigen Apologeten des Kapitals, seines bürgerlichen Staates und seiner imperialistischen Kriege geworden sind und das ursprüngliche linke Anliegen, die bürgerliche Herrschaft zu überwinden, längst aufgegeben haben.
Die Broschüre “Good bye, Lenin!” Vom „Abbruchunternehmen der Linken” ins rechte Lager: Eine Kritik „antideutscher” Ideologie und Praxis gibt es hier.

  1. Vgl. den Beitrag Zu Angriffen von „links“. [zurück]
  2. Tierrechts Aktion Nord: Der „antideutsche“ Neokonservativismus als Klassenkampf von oben. [zurück]

Repression gegen Tierbefreiungsbewegung in Spanien

In Spanien sind gestern zwölf Tierrechts-AktivistInnen von der Guardia Civil bei einer Razzia, die von dem Trial Court of Santiago de Compostela angeordnet wurde, verhaftet worden. Die Festnahmen und Durchsuchungen der Häuser von AktivistInnen und Organisationen von Equanimal und Igualdad Animal erfolgten in den Provinzen Madrid, Asturien, Kantabrien und Galicien. In einer Presseerklärung der beiden Organisationen heißt es, Anlass für die Durchsuchungen und Verhaftungen scheint die Befreiung von 20.000 Nerzen von der Nerzfarm „Bermudez Visones“ in Santiago de Compostela im November 2007 zu sein. Beide Organisationen haben öffentlich die Freiheitsberaubung und Tötung von mehr als 300.000 Nerzen jährlich durch die spanische Lederindustrie angeprangert. Somit sind diese Verhaftungen als Angriff der Industrie wegen der Aufdeckung der Praxis auf Pelzfarmen zu werten.
Beide Organisationen definieren ihren Aktivismus als friedlich und erklären, dass sie ihre Anstrengungen der Bewusstseinsbildung für Tierrechte, indem sie die Gesellschaft über die Konsequenzen des Konsums von Produkten tierlichen Ursprungs informieren und Alternativen dafür fördern, widmen. Andererseits – obwohl sie erklären, mit der Befreiung der Nerze nichts zu tun zu haben – verurteilen die Organisationen diese Aktionsform nicht.
Die Einschätzung von Equanimal und Igualdad Animal ist, dass, da niemand für die Befreiung der Nerze verantwortlich gemacht werden konnte, nun zwölf bekannte AktivistInnen verhaftet worden seien mit dem Ziel, die Tierrechtsbewegung zu kriminalisieren, wie es auch bereits in anderen europäischen Ländern geschieht. Tierausbeutungs-Lobbys und mächtige multinationale Konzerne wollten die Tierbewegung stoppen. Nun sei die Welle der Repression in Spanien angekommen.
Für morgen, den 24.6., wurde spontan zu einem internationalen Tag des Protestes und der Solidarität aufgerufen und darum gebeten, vor den spanischen Konsulaten zu demonstrieren. In Berlin wird deshalb eine Proteskundgebung vor der spanischen Botschaft stattfinden, in Hamburg eine Demonstration vor dem spanischen Generalkonsulat.

thespanish12.wordpress.com
Flugblatt auf Deutsch

Aktion gegen Max Mara in Stuttgart: BekennerInnenschreiben der ALF

Heute wurde u.a. auf linksunten.indymdedia.org folgendes anonyme BekennerInnenschreiben veröffentlicht:

Max Mara kaputtmachen!

In der Nacht vom 15. auf den 16. Juni wurden bei Max Mara in der Stuttgarter Innenstadt die Schlösser verklebt, die Scheiben mit Steinen beworfen und folgende Botschaft hinterlassen: ‚Pelz = Mord! ALF‘.

Der Max Mara Konzern ist das derzeitige Ziel der weltweiten Kampagne der Offensive gegen die Pelzindustrie (http://offensive-gegen-die-pelzindustrie.net).

Max Mara weigert sich weiterhin aus dem tierausbeuterischen Geschäft der Pelzindustrie auszusteigen. Ein Ausstieg ist daher nur durch wirtschaftlichen Schaden und somit durch Direkte Aktionen zu erreichen. Dies wurde bereits bei vorherigen Kampagnenzielen wie ESCADA, P&C, Galeria Kaufhof und 11 Weiteren deutlich.

Entgegen der Innenstadt, die auf den Großteil der Passant_innen groß, hell, glitzernd und zum Konsum einladend wirkt, haben Repressionen das Ziel, Aktivist_innen handlungsunfähig zu machen, sozial auszugrenzen und soziale Bewegungen zu spalten.

Diese Aktion ist als Antwort auf die alltägliche Repression zu verstehen (http://totalliberation.blogsport.de) .

Ausbeutung von Mensch, Tier und Umwelt sowie Repression sind Teile des kapitalistischen Systems, das sich vor kurzem in Form des G8- Gipfels zeigte.

Wir wollen uns nicht einschüchtern lassen!

Gegen Ausbeutung und Repression!

ALF

Zur Würdigung Peter Singers durch die Giordano-Bruno-Stiftung

Die Giordano-Bruno-Stiftung verlieh in einem Festakt am 3. Juni in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main der italienischen Philosophin Paola Cavalieri und dem australischen Philosophen Peter Singer den mit 10.000 Euro dotierten „Ethik-Preis der Giordano-Bruno-Stiftung“ (einen ausführlichen Bericht von der Preisverleihung gibt es hier). Cavalieri und Singer wurden, so die Stiftung, „für ihr engagiertes Eintreten für Tierrechte ausgezeichnet, insbesondere für die Initiierung des Great Ape Project (GAP). Unterstützt von renommierten Primatologen wie Jane Goodall fordert das Great Ape Project für Orang-Utans, Gorillas, Bonobos und Schimpansen einige jener Privilegien ein, die bisher nur für Menschen gelten: Recht auf Leben, Recht auf Freiheit und ein Verbot der Folter. In Neuseeland und Spanien wurden dazu bereits Gesetzesentwürfe erarbeitet.“ Die Giordano-Bruno-Stiftung unterstütze derartige Bestrebungen, da sie sich folgerichtig aus den Prämissen des von der Stiftung vertretenen „evolutionären Humanismus“ ergeben, wie Stiftungssprecher Michael Schmidt-Salomon betont: „Wir Menschen sind nicht die Krone der Schöpfung, sondern evolutionär entstandene Organismen wie andere auch. Das sollte sich in einem verantwortungsvolleren Umgang mit der nichtmenschlichen Tierwelt niederschlagen, speziell in unserem Verhältnis zu jenen Lebewesen, mit denen wir unsere Evolutionsgeschichte seit Jahrmillionen teilen.“1 Es gehe darum „positive säkulare Alternativen zu entwickeln, die uns Menschen zu einem glücklicheren und verantwortungsvollerem Leben befähigen. Dies setzt unter anderem voraus, dass wir uns von der größenwahnsinnigen Vorstellung befreien, wir stünden über der Natur. In Wahrheit sind wir ein Teil von ihr und mit den Schimpansen enger verwandt als diese mit den Gorillas. Eine zeitgemäße Ethik muss daraus Konsequenzen ziehen. Paola Cavalieri und Peter Singer haben das in vorbildlicher Weise getan.“
Die von der Giordano-Bruno-Stiftung vertretene Position des „evolutionären Humanismus“ geht auf den Evolutionsbiologen und ersten Generaldirektor der UNESCO, Julian Huxley, zurück. Im Auftrag der Stiftung wurden Huxleys Ideen u.a. im Manifest des evolutionären Humanismus wieder aufgegriffen. Im Kapitel „Macht euch die Erde untertan“? Warum wir uns vom Speziesismus verabschieden sollten bezieht die Stiftung sich auf Jeremy Bentham, „dem Vater des modernen Utilitarismus“,2 und auf Peter Singer. Als „tierethische Maxime des evolutionären Humanismus“ wird formuliert: „Füge nichtmenschlichen Lebewesen nur so viel Leid zu, wie dies für den Erhalt deiner Existenz unbedingt erforderlich ist!“3
Die Giordano-Bruno-Stiftung folgt der Philosophie Singers, die „Personen“, also Lebewesen, die sich ihrer eigenen Existenz bewusst sind, ethische Privilegien zuspricht, darin, dass „nicht alle menschlichen Lebensformen die Eigenschaften von Personen besitzen“,4 und schlägt als sinnvolle Grenze, ab der dem Individuum das unhinterfragbare „Menschenrecht auf Leben“ zugesprochen werden sollte, die Geburt vor.
Michael Schmidt-Salomon schreibt: „Als Peter Singer in den 80er und 90er Jahren mit ähnlichen Thesen an die Öffentlichkeit trat, war die Aufregung groß. Vor allem in Deutschland wurde eine Hetzjagd sondergleichen auf den australischen Philosophen veranstaltet. Verantwortlich dafür war in erster Linie eine gut geschmierte religiöse Propagandamaschine, nachteilig wirkte sich aber auch der Umstand aus, dass Singer insgesamt doch recht idealistisch die ökonomischen Verwertungszusammenhänge ausblendete, in die er mit seiner Theorie vorstieß. Unter den gegebenen sozioökonimischen Bedigungen mussten viele Vertreter von Behindertenverbänden befürchten, dass Singers Argumentation nicht – wie intendiert – dazu genutzt würde, um die Rechte der Tiere aufzuwerten, sondern um die Rechte von Menschen (insbesondere behinderter Menschen) abzuwerten.“5
Genau aus den von der Stiftung selbst angeführten Kritikpunkten aber ist die Philosophie Singers als aussichtsreicher Ansatz, der dazu beitragen kann, den speziesistischen Normalzustand zu überwinden, abzulehnen. Bereits in unserem Text Ein Gespenst geht um: Das Gespenst des Antispeziesismus haben wir uns klar von Positionen, die sich aus der Philosophie des Utilitarismus ergeben, distanziert. Wir schrieben hierzu:


Der romantische Tierschutz stammt ursprünglich aus bürgerlichen, konservativen Teilen der Bevölkerung. Marx und Engels führen im Kommunistischen Manifest die „Abschaffer der Tierquälerei“ neben Humanitären, Verbesserern der Lage der arbeitenden Klassen, Wohltätigkeitsorganisierern und Winkelreformern „der buntscheckigsten Art“ als Vertreter jenes Teils der Bourgeoisie an, der wünschte, den sozialen Missständen abzuhelfen, um den Bestand der bürgerlichen Gesellschaft zu sichern. Unser Ansatz aber folgt einer linken, historisch-materialistischen Theorietradition; er ist deshalb unvereinbar nicht nur mit dem Tierschutz, sondern auch mit gewissen moralphilosophischen Tierrechts-Ansätzen, die in der Tradition bürgerlichen Denkens stehen und davon ausgehen, es handle sich beim Speziesismus um ein moralisches Vorurteil, welches bestimmte Handlungen hervorbringe. Mit dem marxistischen Philosophen Marco Maurizi kritisieren wir solche Ansätze als metaphysische Konzepte, welche sich zudem als Erben des bürgerlichen Liberalismus entpuppen, wenn sie etwa die unterschiedliche Wertigkeit von Leben proklamieren wie der „Präferenzutilitarismus“ des bürgerlichen Philosophen Peter Singer. Leider ist der Begriff des Speziesismus in der öffentlichen Wahrnehmung oft mit Singer verbunden (Singer war an der Verbreitung des Begriffes „Speziesismus“, nicht „Antispeziesismus“ beteiligt, dieser tauchte erst Anfang der 90er durch die Vegane Offensive Ruhrgebiet auf). Das Wort „Speziesismus“ wurde zwar erstmals 1970 vom Psychologen Richard D. Ryder benutzt, um einen Art- oder Speziesegoismus oder -zentrismus auszudrücken, eine „Artenarroganz“ des Menschen gegenüber anderen Spezies, popularisiert wurde das Konzept aber in erster Linie durch Singers erstmals 1975 erschienenes Buch Animal Liberation, in welchem er das Konzept einer utilitaristischen Tierethik entwarf. Der Utilitarismus kehrt mit seiner Auffassung, dass der Einzelne über das Gemeinwohl sein eigenes Wohl fördert, zwar die Moral des bürgerlichen Liberalismus, welche davon ausgeht, dass das Handeln im eigenen Interesse letztlich auch für das Gemeinwohl am ergiebigsten ist, formal um, bleibt aber dessen Logik durchweg verhaftet. Der eigentliche Sinn des Liberalismus zeigt sich in seiner Wirtschaftslehre, die freien, möglichst weltweiten Waren- und Kapitalverkehr und die Nichteinmischung des Staates in die Unternehmensführung proklamiert. Der Liberalismus ist somit ein Programm des Bürgertums aus der Zeit, als es viele miteinander konkurrierende, von Kapitaleignern patriarchalisch geführte Unternehmen gab, die gegen ältere Wirtschaftsformen, wie Handwerk bzw. Zünfte und Leibeigenschaft, das kapitalistische Wirtschaftssystem durchsetzten.
Die Tierbefreiungsbewegung als Teil der antikapitalistischen Linken muss sich von dem, was durch die Rezeption bürgerlicher tierethischen Überlegungen an falschem Bewusstsein in die Bewegung geflossen ist, trennen.

Die Giordano-Bruno-Stiftung aber sieht im Marktprinzip „kaum etwas anderes als eine Übertragung evolutionärer Regeln auf das Wirtschaftsverhalten des Menschen“.6 Mit dieser „unbestreitbaren Stärke“ des Marktmodells, das Adam Smith insofern zu Recht als eine Art des „natürlichen Wirtschaftens“ begriffen habe, seien zwar Gefahren verbunden, doch daraus folgt für die Stiftung lediglich: „Unsere Aufgabe besteht darin, endlich jene strukturellen Bedingungen zu schaffen, die gewährleisten, dass der Eigennutz der Individuen sowie der von ihnen geschaffenen Institutionen in humanere Bahnen gelenkt wird.“7
Angeblich anthropologisch konstante Verhaltensweisen führen liberale Ökonomen seit je an, um das martkwirtschaftliche System zu rechtfertigen. Es ist wissenschaftlich aber unzulässig, von den Verhaltensweisen mancher Menschen, die allesamt unter denselben Bedingungen beobachtet wurden, nämlich denen des Kapitalismus, auf eine allgemeine Menschennatur zu schließen. Genau das tut aber die psychologisierende Methode der liberalen Wirtschaftstheorie: Das „Streben nach Nutzenmaximierung“, das jedem Individuum zu eigen sei, komme am besten im Kapitalismus zum Tragen und ermögliche dort Wohlstand für alle durch den konkurrenzförmigen Anreiz zur Anstrengung. Die Erkenntnis des Historischen Materialismus bestand darin, dass Menschen nicht gleich bleiben, sondern sich über die verschiedenen Stufen der Entwicklung von Gesellschaften hin verändern. Einen individualistischen Drang zur Maximierung des eigenen Nutzens kann man erst im Kapitalismus, das heißt etwa in den letzten 300 oder 400 Jahren der Menschheitsgeschichte, beobachten. Der Kapitalismus produziert also erst das Bewusstsein, das die Verfechter des Systems nachher als angebliche „Natur“ des Menschen deuten.8
Insofern kann nicht davon ausgegangen werden, dass das Marktprinzip die „Übertragung evolutionärer Regeln auf das Wirtschaftsverhalten des Menschen“ sei; vielmehr muss ideologiekritisch geprüft werden, inwieweit die moderne Evolutionsbiologie Gesetze, die unter den Bedingungen des liberalen Marktes gelten, zu einer allgemeinen Natur des Menschen erklärt hat. Tatsächlich hat nämlich etwa die Bevölkerungstheorie des englischen Nationalökonomen Thomas Malthus die Evolutionstheorien von Charles Darwin oder Alfred Russel Wallace maßgeblich beeinflusst. Schon Bertrand Russel hat darauf hingewiesen, dass Darwins Theorie auch „die Ausdehnung der Volkswirtschaft des Laissez-faire auf die Tier- und Pflanzenwelt“ war. In seinem Werk Philosophie des Abendlandes schrieb er über die kapitalistische Logik im utilitaristischen System Benthams: „Der Darwinismus war die Anwendung der Malthusschen Bevölkerungstheorie auf das gesamte Tier- und Pflanzenleben; diese Theorie war ein integrierender Bestandteil der benthamitischen Politik und Ökonomie – ein weltumfassender freier Wettbewerb, aus dem diejenigen Lebewesen als Sieger hervorgingen, die am meisten Ähnlichkeit mit erfolgreichen Kapitalisten hatten.“9

„Die Tiere empfinden wie der Mensch Freude und Schmerz, Glück und Unglück; sie werden durch die selben Gemütsbewegungen betroffen wie wir“ – Darwin.

1835 las Darwin An Essay on the principle of population as it affects the future improvement of society von Malthus. Dem darin beschriebenen Bevölkerungsgesetz liegt die Annahme zugrunde, die Zunahme der Nahrung könne nicht mit der Vermehrungsrate einer Bevölkerung Schritt halten, werde die Bevölkerungsrate nicht gehemmt. Für letzteres sorgen Kriege, Epidemien und Ähnliches. Malthus betrachtete dies als ein von Gott eingeführtes Naturgesetz; wer sich gegen die Naturgesetze auflehne, lehne sich gegen Gott auf. Die Einführung von Sozialgesetzen sei daher widernatürlich und widergöttlich. Darwin übertrug Malthus‘ Ideen auf das Zusammenleben der Spezies in der Natur und übernahm sowohl den Mechanismus in Malthus‘ Bevölkerungsgesetz – er wird bei ihm zur natürlichen Auslese –, als auch die Begrifflichkeit vom „struggle of existence“, die ins Deutsche so unglücklich mit „Kampf ums Dasein“ übertragen wurde. „Sozialdarwinistisch“ interpretiert wurde Darwin von anderen, von Eugenikern wie seinem Vetter Francis Galton oder vom Deutschen Alfred Ploetz, der den Begriff der „Rassenhygiene“ prägte. Darwin bedauerte später auch, anstatt dem Begriff „natural selection“ nicht besser den Begriff „natural preservation“, also Erhaltung statt Auslese, gewählt zu haben. Auch der Begriff „struggle“ sei unglücklich gewählt – vor allem die Übersetzung ins Deutsche als „Kampf“ kritisierte Darwin ausdrücklich. Es bleibt allerdings bei Darwin das Problem bestehen, dass er eine Bevölkerungstheorie, welche geprägt war durch die Umstände (und Abwehrung der aufkommenden sozialen Kämpfe) in der industrialisierten Gesellschaft Englands innerhalb eines, wenn man so will, „noch ungebändigten Raubtier-Kapitalismus“, einfach auf die Natur übertrug – Darwin schrieb ausdrücklich über seine Theorie: „Es ist die Lehre von Malthus in vielfacher Kraft auf das gesamte Tier- und Pflanzenreich angewandt.“ Damit hat er nachhaltig ein Bild der Natur und von Tieren geprägt, das von der Vorstellung eines ewigen gegenseitigen Kampfes geprägt ist. Tatsächlich aber gab und gibt es nach Darwin Evolutionsforscher, die dieses Bild relativieren. So betonte schon der russische Anarchist und Wissenschaftler Pjotr Alexejewitsch Kropotkin vielmehr das soziale Element statt dem Kampf als Treibkraft der Evolution: Nicht der Stärkste siegt, sondern die kooperative Gesellschaft. Sein wichtigstes wissenschaftliches Werk heißt Gegenseitige Hilfe in der Tier- und Menschenwelt; Kropotkin stellt darin eine fundierte Gegenthese zum Sozialdarwinismus seiner Zeit auf. Anhand zahlreicher Beispiele aus Natur und Geschichte weist er nach, dass die erfolgreichste Strategie in der Evolution auf gegenseitiger Hilfe und Unterstützung und eben nicht auf Kampf und dem Überleben des Stärksten beruht.

„Gegenseitige Hilfe ist das Gesetz des Fortschritts.“ – Kropotkin.

Was die Ethik Peter Singers betrifft, so ist dem Psychologen und Aktivisten in der Behindertenbewegung Michael Zander zuzustimmen, wenn er diese als „Ethik als Nutzenkalkül“ bezeichnet und urteilt: „Diese Variante der utilitaristischen Ethik ist ein einziger inhumaner Irrtum. Wer ethisches Handeln an einen ‚Nutzen‘ und an ‚Glück‘ bindet, muß notwendigerweise jene mißachten, die er nicht für ‚nützlich‘ und ‚glücklich‘ hält.“10
Obwohl Michael Schmidt-Salomon erkannte, dass Peter Singer „doch recht idealistisch die ökonomischen Verwertungszusammenhänge ausblendete, in die er mit seiner Theorie vorstieß“, verkennen auch er und die Giordano-Bruno-Stiftung ökonomische Zusammenhänge, weil sie ideologisch im Liberalismus der bürgerlichen Aufklärung verhaftet bleiben, dessen korrelierendes Substrat die bürgerliche Herrschaft ist. Mit der Abschaffung des feudalabsolutistischen Ständestaats und der Einrichtung der bürgerlichen Demokratie hat das Bürgertum sich vom Adel emanzipiert. Zwar schrieb Jeremy Bentham bereits im Jahr der Französischen Revolution 1789: „Der Tag wird kommen, an dem die Tiere ebenfalls diese Rechte bekommen werden, die ihnen nur durch tyrannische Unterdrückung vorenthalten werden konnten. Die Franzosen haben bereits erkannt, dass die Schwärze der Haut kein Grund ist, einen Menschen schutzlos den Launen eines Peinigers auszuliefern. Eines Tages wird man erkennen, dass die Zahl der Beine, die Behaarung der Haut und das Ende des os sacrum sämtlich unzureichende Gründe sind, ein empfindendes Lebewesen dem gleichen Schicksal zu überlassen“, die bürgerliche Revolution aber brachte noch lange nicht die Freiheit für alle, am wenigsten für die Tiere. Wir begrüßen sehr, dass die Giordano-Bruno-Stiftung die Unhaltbarkeit des Speziesismus erkannt hat und wissenschaftlich begründet dessen Überwindung fordert, denken aber nicht, dass dieses Ziel allein durch ethische Appelle und die Proklamierung eines aufklärerischen Humanismus unter Beibehaltung der Rahmenbedingungen des kapitalistischen Wirtschaftssystems, dessen Merkmal gerade die systematische Durchorganisierung der Ausbeutung von Mensch, Tier und Natur auf noch nie dagewesene Art und Weise ist, erreicht werden kann.

  1. http://www.presseportal.de/print.htx?nr=2045040. [zurück]
  2. Michael Schmidt-Salomon: Manifest des evolutionären Humanismus. Plädoyer für eine zeitgemäße Leitkultur, Aschaffenburg 2005, S. 120. [zurück]
  3. Ebd., S. 124. [zurück]
  4. Ebd., S. 125. [zurück]
  5. Ebd., S. 126f. [zurück]
  6. Ebd., S. 109. [zurück]
  7. Ebd., S. 114. [zurück]
  8. http://www.marxistische-aktion.de/?page_id=117 („2. Kritik der Politischen Ökonomie“). [zurück]
  9. Bertrand Russell: Philosophie des Abendlandes. Ihr Zusammenhang mit der politischen und der sozialen Entwicklung. Übertragen aus dem Englischen von Elisabeth Fischer-Wernecke und Ruth Gillischewski, Wien 1975, S. 788.] [zurück]
  10. http://www.jungewelt.de/2011/06-01/001.php. – Gänzlich daneben sind allerdings die Angriffe von „antideutscher“ Seite wie beispielsweise der polemische Artikel Wahlverwandte unter sich in der „Jungle World“. In intellektuell unredlicher Vorgehensweise werden Aussagen von Colin Goldner durch selektives Zitieren in ihr komplettes Gegenteil gekehrt, um ihm holocaustrelativierende Tendenzen zu unterstellen und ihn in eine rechte Ecke zu drängen. Dabei ist gerade Goldner derjenige, der sich vehement gegen rechte Tendenzen in der Tierrechtsbewegung einsetzt (vgl. seinen Text Der braune Rand der Tierrechtsbewegung.) Auch Susann Witt-Stahl von der Tierrechtsak­tion Nord (TAN) wird, indem der Autor Peter Bierl Zitate aus dem Zusammenhang reißt, in ideologische Nähe zu holocaustrelativierenden Positionen gerückt, obwohl auch sie sich ausdrücklich gegen den sog. „KZ-Vergleich“ ausspricht (vgl. ihren Text Auschwitz liegt nicht am Strand von Malibu und auch nicht auf unseren Tellern). Wenn man gewisse Auslassungen von „Jungle World“-Redakteuren liest, kann man mitunter daran zweifeln, dass die Urheber dieser Texte überhaupt noch zu ernsthaften politischen Einschätzungen fähig sind (vgl. auch die auf wissenrockt.de veröffentlichte Kritik Mit Dreck werfen). – Auf unsere Nachfrage, weshalb Colin Goldner bei der Preisverleihung als Festredner aufgetreten ist, teilte dieser uns mit: „Innerhalb der gbs bestehen die unterschiedlichsten Positionen – auch zur Preisverleihung an Singer/Cavalieri gab und gibt es sehr unterschiedliche Auffassungen –, was mithin dem Selbstverständnis der Stiftung als pluralistische Denkfabrik (und nicht Glaubensgemeinschaft) des evolutionären Humanismus entspricht. Insofern fällt Euere Kritik nicht aus dem Rahmen, sie ist vielmehr als Diskussionsbeitrag ausdrücklich willkommen. Ich habe die Preisverleihung an Singer/Cavalieri als große Chance begriffen, das Thema ‚Tierrechte‘ – es ging ausdrücklich um das Great Ape Project, das ich in seiner antispeziesistischen ‚Türöffnerfunktion‘ für das zentrale TR-Projekt halte, ganz abgesehen davon, dass es, global angelegt, die vermutlich letzte Chance ist, die Großen Menschenaffen vor dem Aussterben zu bewahren (wenn es dafür nicht schon zu spät ist) und für ihre bedrohten bzw. gefangengehaltenen Individuen einklagbare Grundrechte zu erkämpfen – einem Publikum vorzustellen, das bislang mit diesem Thema kaum in Berührung gekommen war, das seiner Wirkmacht in viele gesellschaftliche Bereiche hinein aber von großem multiplizierenden Potential im Interesse der Durchsetzung tierrechtlicher Forderungen sein kann. Wer, wenn nicht eine breit aufgestellte Organisation wie die gbs, soll tierrechtliche Forderungen wie sie im Great Ape Project formuliert sind, umsetzen helfen? Das Projekt dümpelt bekanntlich seit 18 Jahren weitgehend ergebnislos vor sich hin. Deshalb – und nur deshalb – habe ich mich für die Preisverleihung an Singer/Cavalieri eingesetzt und auch die Laudatio auf die beiden gehalten. Die gbs hat sich verpflichtet, alles in ihrer Macht stehende zu tun, das Great Ape Project zu reanimieren; auch ich selbst werde meinen bescheidenen Beitrag dazu leisten.“ [zurück]

Ankündigung: Festival „Action, Mond & Sterne“

17.-19. Juni 2011, Simmersfeld.

actionmondundsterne.blogsport.de

Ankündigung: Buchvorstellung „Das Schlachten beenden!“

Aufgrund der Unkenntnis und der bisher fehlenden Erforschung der historischen Begründungen der Tierbefreiungsbewegung richtet sich der aktuelle Diskurs immer wieder auf den umstrittenen australischen Philosophen Peter Singer aus. Dessen hochproblematische, an Nützlichkeitserwägungen und personalen Interessen ausgerichteter Utilitarismus1 wird oft für das allgemeine geistige Fundament dieser Bewegung gehalten, ja Singer sogar zum „historischen Vater“ der veganen Bewegung stilisiert, obgleich sein Hauptwerk Animal Liberation erst 1975 erschien. Neuere Diskussionen um das Verständnis der Bewegung zentrieren sich daher um Themen und Begriffe, die durch diese Rezeption zentral geworden sind, etwa Speziesismus oder Antispeziesismus.
Die historische Spurensuche, die das Buch Das Schlachten beenden! aufnimmt, zeigt, dass die vielen Ansätze zu einem Denken um Vegetarismus, radikalen Tierschutz oder radikalen Vegetarismus (vielfach befand man sich noch auf Begriffssuche) viel weiter zurückreichen, als aktuelle Debatten Glauben machen. Das Buch, welches Texte zum Thema von Leo Toltstoi, Elisee Reclus, Magnus Schwantje, Clara Wichmann und des Internationalen Sozialistischen Kampfbunds versammelt, versteht sich als ein unvollständiger Anfang dieser Spurensuche.
Die Tierrechtsinitiative Region Stuttgart (TiRS) lädt alle Interessierten ein, Lou Marin bei seinem Vortrag über das Buch „Das Schlachten beenden!“ zuzuhören und anschließend gemeinsam zu diskutieren. Nach der Diskussion findet ein Empfang zur Einweihung des neuen Raumes der TiRS statt.

Donnerstag, 9. Juni 2011:
* Buchvorstellung „Das Schlachten beenden!“ um 19 Uhr
* Einweihung des neuen Raumes der TiRS ab 21 Uhr

Im linken Zentrum Lilo Herrmann, Böblingerstrasse 105, 70199 Stuttgart:

  1. Wie wir in unserem Text Ein Gespenst geht um: Das Gespenst des Antispeziesismus ausführlicher dargestellt haben, bleibt Singers Utilitarismus der Verwertungslogik des bürgerlichen Liberalismus durchweg verhaftet. Gerade ist bekannt geworden, dass die Giordano-Bruno-Stiftung Singer einen mit 10.000 Euro dotierten Ethikpreis verleihen will. Michael Zander schrieb aus diesem Anlass einen heute veröffentlichten jw-Themenartikel zu Peter Singers Ethik. Zander urteilt: „Diese Variante der utilitaristischen Ethik ist ein einziger inhumaner Irrtum.“ [zurück]



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