Archiv für August 2011

„meat the past [the absent present]“

meatthepast

Inzwischen ist das Bild des Künstlers Hartmut Kiewert, der auf Einladung der Antispeziesistischen Aktion Tübingen vom 22. August bis zum 3. September beim Sommeratelier von plattform [no budget] in der Shedhalle auf dem alten Tübinger Schlachthofgelände zu Werke ist, wie man oben sieht, schon in einem fortgeschrittenen Stadium.
Der Arbeitstitel des Bildes ist „meat the past [the absent present]“. Der Titel beinhaltet im Grunde schon die Intention: Es geht Hartmut Kiewert darum, die Vergangenheit des Ortes als Schlachthof bzw. im speziellen Fall der Shedhalle als „Viehmarkthalle“ des Schlachthofs wieder sichtbar zu machen und gleichzeitig darauf zu verweisen, dass das, was in der Vergangenheit dort passierte, jetzt eben woanders passiert – wieder „vor den Toren“ der Stadt, bzw. eben im Nicht-Sichtbaren. „Wie bei einigen anderen meiner Arbeiten geht es mir des Weiteren darum, die Nicht-Präsenz des individuellen Tieres/Tierkörpers in seiner weiterverarbeiteten Form als Wurst, Schnitzel etc. beim Betrachtenden rück-zu-koppeln und so ein gewisses Unbehagen gegenüber der Fleisch-Esskultur zu evozieren“, sagt der Künstler über sein Bild, und weiter: „Formal spielt sich die Perspektive des Bildes zwischen einer Aufsicht auf (noch lebendige) Schweine, welche am Futtertrog stehen (könnten) und einer frontalen Ansicht auf aufgehangene (tote) Schweine.“
Hartmut Kiewert ist täglich in der Shedhalle bei der Arbeit an seinem Bild anzutreffen. Er hat weiteres Bildmaterial in Form eines Kataloges, in welchem auch ausführlich der theoretische Hintergrund seiner Kunst erörtert wird, zur Ansicht und zum Verkauf vor Ort und steht für Fragen zur Verfügung.

Ankündigung: Hartmut Kiewert in Tübingen

HaldeIII

Der Künstler Hartmut Kiewert ist auf Einladung der Antispeziesistischen Aktion Tübingen vom 22. August bis zum 3. September beim Sommeratelier von plattform [no budget] in der Shedhalle auf dem alten Tübinger Schlachthofgelände.
Hartmut Kiewert sagt über sich und seine Arbeit: „Mir geht es darum den grausamen Umgang des Menschen mit nicht-menschlichen Individuen anzuprangern und darüber hinaus die Wechselwirkungen zwischen Tier- und Naturbeherrschung und der Herrschaft des Menschen über den Menschen aufzuzeigen. Als mögliche Auflösung dieser Problematik sehe ich die sukzessive gesamtgesellschaftliche Umwälzung hin zu einer Kultur der Herrschaftsfreiheit und Selbstorganisation.“
Während des Sommerateliers wird Hartmut Kiewert ein 4×12 Meter großes Bild malen, das den Arbeitstitel meat the past [the absent present] trägt. Er hat außerdem weiteres Bildmaterial in Form eines Kataloges, in welchem auch ausführlich der theoretische Hintergrund seiner Kunst erörtert wird, zur Ansicht und zum Verkauf vor Ort und steht für Fragen zur Verfügung. Das Sommeratelier GLEICH ZEIT läuft zwei Wochen; hier wird Hartmut Kiewert jeden Tag ein Foto vom Stand seiner Arbeit hochladen.
Das Cafe Colectiva wird während des Sommerateliers täglich für Verköstigung mit veganem Kuchen und Kaffee gegen Spende sorgen.

Erneute Besetzung eines Mastanlagen-Bauplatzes


„11:50 Eben sind frische Infos von der Besetzung eingetroffen: Die Bullen stehen immer noch am Feld, und warten angeblich auf das SEK und dann würde geräumt werden.“ – stopmunzelmast.blogsport.de.

In Großmunzel bei Wunstorf (Region Hannover) wurde in der letzten Nacht abermals ein Bauplatz für eine geplante Mastanlage besetzt. Die Mastanlage soll ein Zulieferbetrieb für den geplanten Schlachtbetrieb in Wietze werden. In Wietze bei Celle soll Europas größte Geflügel-Schlachtfabrik errichtet und täglich eine halbe Million „Hähnchen“ geschlachtet werden. Im Sommer 2010 wurde das Baugelände in Wietze während knapp drei Monaten besetzt gehalten (vgl. Erklärung des Tierbefreiungskongresses 2010). Die Schlachtfabrik befindet sich zur Zeit in Bau und kann nur dann vollkommen in Betrieb genommen werden, wenn es genügend Zulieferbetriebe gibt. Zur Belieferung müssen in der Region ca. 420 Mastfabriken mit jeweils 40.000 Tieren errichtet werden. Bisher konnten nur einige wenige der geplanten Mastanlagen realisiert werden, auch aufgrund von massiven Protesten. In Sprötze ist der Maststall vor seiner Inbetriebnahme im Juli 2010 abgebrannt worden (vgl. Solidaritätskampagne für die Beschuldigten des Mastanlagenbrands in Sprötze). Am 27. Juni wurde ein von TierbefreiungsaktivistInnen besetzt gehaltenes Gelände in Teplingen (Wendland), auf dem ebenfalls ein Zulieferbetrieb für Wietze errichtet werden soll, von den Eigentümern der entstehenden Mastanlage brutal angegriffen (vgl. Besetzte Mastanlagen-Baustelle brutal angegriffen). Bei Vechelde im Landkreis Peine (Niedersachsen) ist in der Nacht auf den 16. Juli eine kurz vor der Inbetriebnahme stehende Hähnchenmastanlage in Brand geraten (vgl. Brand in Hähnchenmastanlage und BekennerInnenschreiben zum Mastanlagenbrand bei Vechelde).

* Blog der Besetzung: stopmunzelmast.blogsport.de

* E-Mail-Kontakt: stopmunzelmast@riseup.net

* Kontakthandy: 0152 / 316816478

* Wietze-Widerstand: antiindustryfarm.blogsport.de

* Indymedia-Bericht: Mastanlagenbauplatz bei Hannover besetzt

Kampagne gegen Exotenhandel in Tübingen mit Online-Petition

Bild: Infostand am 6. August vor dem Exotenladen; www.tuebingen-fuer-tiere.de.

Der Verein „Tübingen für Tiere“ fordert den sofortigen Verkaufsstopp sowie ein allgemeines Handelsverbot für exotische Tiere in Tübingen.
Im Mai 2011 eröffnete ein Geschäft namens „Reptilien-Paradies“ am Tübinger Haagtorplatz (Haaggasse 40, 72070 Tübingen), welches exotische Tiere außerhalb ihrer einzig artgerechten Umgebung, nämlich ihrer Heimat in Mittelamerika, sowie Futtertiere zum Verkauf anbietet. Mit der Kampagne will der Verein die Tübinger Bürgerinnen und Bürger auf die schweren Folgen dieses Handels für die gefangenen Tiere hinweisen und ein allgemeines Verkaufsverbot für exotische Tiere in Tübingen erreichen. Zu diesem Zweck führt er eine Unterschriftenaktion sowohl in schriftlicher als auch in elektronischer Form im Rahmen einer Online-Petition durch.

Zur Online-Petition




Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: