Aktionsbericht zum internationalen Tag zur Abschaffung der Tierversuche

Am 24. April jährte sich wieder der internationale Tag der Tierversuche, welcher 1962 ins Leben gerufen wurde. Seitdem wird jährlich vielerorts an diesen Termin auf die Grausamkeiten aufmerksam gemacht, denen verschiedenste Versuchstiere in Laboren weltweit ausgesetzt werden. Dabei wird eine ganze Bandbreite unterschiedlichster Lebewesen „verbraucht“ – von Mäusen über Fliegen, Würmer, Hühner, Katzen bis hin zu Primaten – entweder um den Wissens- und Karrieredurst einer ganzen Wissenschaftsgemeinde zu stillen, oder zur Erprobung von pharmazeutischen oder Kosmetik-Produkten.
Anstelle der Erforschung und Ausweitung alternativer Forschungsmethoden steigt hingegen die Anzahl an tierverbrauchenden Versuchen rapide an. Wie schon berichtet finden auch hinter den Mauern renommierter Tübinger Institute all diese Versuche statt, auch diejenigen an Affen. Daher fand im Rahmen des internationalen Tages zu Abschaffung der Tierversuche und der seit 2009 laufenden Kampagne gegen Affenversuche in Tübingen am Samstag eine Aktion in der Tübinger Innenstadt statt, um auf die sinnlosen Primaten-Versuche an den drei ortsansässigen Instituten aufmerksam zu machen. Dabei wurde nachgestellt, wie die Rhesusaffen in Tübingen unter Wasserentzug bestimmte Aufgaben – z.B. das Erkennen von Zahlen – am Computerbildschirm lösen müssen, wobei ihre Gehirnaktivitäten über ins Gehirn eingeführte Elektroden gemessen werden. In Wirlichkeit sind die Affen dabei in einem sogenannten „Primatenstuhl“ fixiert – Aufnahmen von den Versuchen gibt es hier.
Unsere AktivistInnen informierten interessierte Passantinnen und Passanten mit Flugblättern und Redebeiträgen über den Ablauf der Versuche selbst, die Verteidigung der Experimente durch den regierenden Bürgermeister Boris Palmer, als auch über die Nichteinhaltung der „grünen“ Wahlversprechen im Land Baden-Württemberg trotz Übergabe von rund 60.000 Unterschriften gegen die Affenversuche.
Am selben Tag wurden Hinweise auf die Affenversuche mit Straßenkreide auf den Wegen des Alten Botanischen Gartens und vor der Mensa Wilhelmstraße angebracht – ein Anzeichen dafür, dass die Kampagne inzwischen Aktive mehrerer politischer Gruppen erreicht haben dürfte.
Trotz der Ausweitung der Tierversuche und der Ignoranz von Seiten der Politik – aber auch gerade deswegen – müssen die Proteste weitergeführt werden. Für eine Abschaffung aller Tierversuche!





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