Ankündigung: Aktionstag in Stuttgart morgen – Halklar arası dayanışma günü 12.Mayıs Tutuklulara Özgürlük

Am 14. Mai wurden in der Türkei 60 Menschen wegen ihrer Beteiligung an der 1. Mai-Parade in Istanbul festgenommen und ihre Wohnungen durchsucht. Ihnen wird „Sachbeschädigung öffentlichen Eigentums im Namen einer terroristischen Organisation“ vorgeworfen, weil bei der Parade einige Banken beschädigt wurden. Neun von ihnen befinden sich nach wie vor in Haft. Mit der Androhung von 15 bis 20 Jahren Haft wurde manchen der neun in den ersten Tagen, in denen jeglicher Kontakt zu ihren Familien und Freunden sowie anwaltlicher Beistand verwehrt wurde, ein Geständnis zur Rädelsführerschaft in einer terroristischen Organisation abgepresst – angesichts der Organisierung aller Betroffenen in Zusammenhängen unterschiedlichster Spektren, von Tierbefreiung bis zu Menschenrecht, Umweltschutz und der LGBT-Bewegung (Lesbian, Gay, Bisexual, Trans), ist dies ein geradezu absurder Vorwurf.
Es ist das erste Mal in der Türkei, dass der Vorwurf der terroristischen Organisation auch gegen Angehörige sozialer Bewegungen angewendet wird – gegen kurdische Gruppen und andere Linke hat dieser Vorwurf leider schon eine lange Tradition.

14 Mayıs 2012 de 60 kişi Türkiyede İstanbuldaki 1 Mayısa katıldıkları için evleri Baskınla aranarak tutuklandı. 1.Mayıs yürüyüşü sırasında zarar gören bazı bankalardan dolayı bu insanlar kamu malına zarar vermek ve terör örgütü mensubu olmak suçuyla ilişkilendirilip suçlanlandırılmış. Bunlardan dokuz kişi T Tipi kapalı cezaevine hapsedildi. 15 yıldan 20 yıla kadar Hapisle yargılanan 60 kişiden 9 kişiyi devlet ilk günden itibaren bunları aile ve avukatlarıyla gürüştürtmeden laf oyunlarıyla ve zorbaskılarıyla terör örgütü mensubu ve liderleri olduklarını kabulendirmeye çalıstı. Halbuki tutuklananlar hayvan, insan, çevre koruma derneklerine ve LBGT Hareketine (lesbiyen, gay, bisexual, trans) mensubu ve üyeleriydi.
Sivil toplum derneklerine ve mensublarına karşı bu tutuklanma ve suçlama taktiği Türkiyede ilk defa oluyorsada, bu taktiği Kürt ve Solcu grupplara karşı gelenekleştirdiği uzun süredir bilinmektedir.

Ein offener Brief der türkischen Gefangenen findet sich hier.

Wer wissen will, was es bedeutet, wie die neun Gefangenen derzeit, als politischer Gefangener in einem F-Typ-Gefängnis in der Türkei inhaftiert zu sein, kann unser Interview mit Ulaş Göçmen zum Thema lesen – er hat diese Situation selbst erlebt und uns seine Erlebnisse eindrücklich geschildert.

Am 12. Juni werden im Rahmen eines internationalen Aktionstages in vielen Ländern der Welt Menschen vor türkischen Botschaften demonstrieren, um ihre Solidarität mit den Inhaftierten auszudrücken und ihre Freilassung zu fordern (zum Aktionsaufruf).

Auch für Stuttgart wurde spontan eine Aktion organisiert. Wir treffen uns um 10.30 Uhr beim Eingang der Königstraße zur Klettpassage (Hbf), vor dem Seifengeschäft LUSH. Dann gehen wir gemeinsam zum Konsulat. Schilder und Flugblätter, möglichst auf türkisch, sind angebracht.

Von Tübingen fahren wir gemeinsam um 9.17 Uhr mit Umstieg in Herrenberg. Von Reutlingen fährt ein Zug um 9.31 Uhr mit Umstieg in Wendlingen.





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