Archiv für Januar 2013

Veranstaltungen zu 80 Jahre Generalstreik

Am 31.1.2013 jährt sich der Generalstreik in Mössingen gegen die Machtübergabe an Adolf Hitler 1933 zum 80. Mal. Da dieser Versuch, die Diktatur der Nazis zu verhindern durch die dominierende konservative und antikommunistische Haltung in der BRD verzerrt und großteils verschwiegen wird (z.B. im Geschichtsunterricht in den Schulen), ist das Gedenken an das kämpferische Potential dieses politischen Streiks besonders wichtig. Im Bericht über die Veranstaltung des Arbeiterdorfes Nehren an dem Streik am 23.11.2012 klärten wir bereits über den Generalstreik auf (im Artikel Der schwäbische ArbeiterInnenwiderstand gegen Hitler und die Nazis).

Zum Gedenken finden in den nächsten Tagen drei Veranstaltungen in Mössingen statt:

Donnerstag, 31. Januar:
Die offizielle Gedenkveranstaltung:

Treffpunkt ist 18 Uhr im Bahnhof Tübingen. Im Anschluss wird in der Lu15 in Tübingen der Generalstreik in der wöchtlichen Hausbar des Hauses gefeiert. Das Wohnprojekt befindet sich am Sternplatz in der Tübinger Südstadt in der Ludwigstraße 15. Einlass 22 Uhr, Eintritt und Tischkicker kostenlos (zur Homepage der Lu15)

Freitag, 1. Februar:
Vortrag „Das Recht des NS-Staates ist Unrecht“
mit musikalischer Rahmung durch den Ernst-Bloch-Chor:

Ein Vortrag in der Kulturscheune in Mössingen, der erklären möchte, warum die Verurteilung der Generalstreikteilnehmer nicht rechtmäßig ist. Hintergrund ist das Problem der Übernahme eines Großteils der Nazi-Gesetze und deren Rechtsurteile durch die BRD. Referent ist Hans-Ernst Böttcher, Landgerichtspräsident im Ruhestand aus Lübeck. Mit musikalischem Rahmenprogramm vom Tübinger Ernst-Bloch-Chor vollführt (zur Homepage des Ernst-Bloch-Chores).

Samstag, 2. Februar:
Demonstration:
„Politischer Streik hätte Hitler gestürzt und den Krieg verhindert“:

Beginn: 14 Uhr am Jakob-Stolz-Platz in Mössingen. Getragen wird die Demonstration aus einem breiten Bündnis von Gewerkschaften und linken Gruppen. Auch die Antispeziesistische Aktion Tübingen gehört zu den Unterzeichnerinnen des Aufrufs (zur Homepage der Generalstreiksdemonstration)

SWR über Tübinger Affenversuche


„Symbolbild“ des SWR. Das Fotografieren der Tübinger Affen ist nicht erlaubt: Die Experimentatoren fürchten, dass die Tiere „in einem unglücklichen Moment abgelichtet“ würden und so „ein falsches Bild“ entstünde…

Das SWR-Radio berichtet über die Tübinger Affenversuche. Im Beitrag heißt es: „Welche Schritte die Grünen in der Landesregierung vorschlagen und wie sich der Koalitionspartner SPD dazu stellt, ist bundesweit von Interesse, denn das Tübinger Forschungszentrum ist das größte von insgesamt sechs universitären Einrichtungen, die an den Gehirnen von Affen forschen und ein Grund, warum Tübingen Elite-Uni geworden ist.“
Die Grünen haben in ihrem Programm zur Landtagswahl, die im März 2011 stattfand, die Abschaffung der Affenversuche gefordert. Sie werden ihr Wahlversprechen wohl brechen. Auch innerhalb der Partei ist die Forderung umstritten – der grüne Oberbürgermeister Tübingens etwa, Boris Palmer, spricht sich für die Versuche aus. Der Koalitionspartner SPD ist kürzlich vor der Experimentatoren-Lobby eingeknickt (vgl. den Artikel vom 21. Dezember).

Zum SWR-Bericht.




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