Archiv für September 2014

Kundgebung gegen Affenversuche und Drohnenforschung

Kundgebung gegen Affenversuche und Drohnenforschung am Max-Planck-Institut und Treffpunkt zur Demo gegen das Drohnen-Kommandozentrum AFRICOM Stuttgart:

Am 4. Oktober finden weltweit Protestaktionen gegen Drohnenkriegsführung und Überwachung statt.

Um 12 Uhr wird in Tübingen eine Kundgebung vor dem Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik stattfinden, wo grausame Tierversuche betrieben werden und – teilweise zusammen mit Rüstungsunternehmen – an Drohnen geforscht wird. Gegen die Affenversuche am Max-Planck-Institut demonstrierten am 20. September 1200 Menschen in Tübingen. Die Versuche werden häufig mit möglichem medizinischen Nutzen legitimiert, offiziell sind sie allerdings „Grundlagenforschung“, ohne jeden konkreten medizinischen Nutzen. Dahingegen gibt es Hinweise, dass die Tierversuche häufig in Militär- und Drohnenforschung einfließen.

Um 13 Uhr treffen wir uns dann nebenan an der Sternwarte Tübingen (Paul-Ehrlich-Straße, Haltestellen Sternwarte oder Waldhäuser Straße) für die gemeinsame Fahrt mit dem Auto nach Stuttgart.

Dort findet um 14 Uhr eine Demonstration gegen das US-Oberkommando für Afrika in Stuttgart-Möhringen statt, weil von dort aus die Drohnenangriffe der US-Armee auf dem afrikanischen Kontinent koordiniert werden (http://www.imi-online.de/2014/09/26/globaler-aktionstag-gegen-die-kriegfuehrung-mit-drohnen/). Immer wieder werden Zivilisten durch Drohnenangriffe getötet, die von Stuttgart aus befehligt werden.

12:00 Uhr: Kungebung gegen Tierversuche und Drohnenforschung am MPI
13:00 Uhr: Gemeinsame Fahrt zur Demo gegen das AFRICOM (jeweils Paul-Ehrlich-Strasse vor dem Technologiepark)
14:00 Uhr: Demonstration vor dem US-AFRICOM in Stuttgart-Möhringen (Plieninger Straße 289 Anfahrt: U3 Haltestelle Landhaus)

Demonstration gegen Affenversuche

Am Samstag sind in Tübingen 1200 Menschen dem Aufruf der Organisation SOKO Tierschutz gefolgt und haben gegen Experimente an Rhesus- und Javaneraffen protestiert. Zuvor hatte Stern TV blutige Undercover-Aufnahmen aus einem der dortigen Labore im Max-Planck-Institut gezeigt. Im Zentrum der Kritik standen die in Baden-Württemberg regierenden Grünen, die ihr Wahlversprechen, die Versuche zu beenden, gebrochen haben, und der grüne Oberbürgermeister der Stadt, Boris Palmer, der sich für diese Forschung stark macht.

Den Tieren werden Kammern implantiert, die ins Hirn führen, um Elektroden einzuführen. Am Schluss werden sie getötet, damit das Hirn seziert werden kann. Begründet wird die Grundlagenforschung mit möglichem medizinischen Nutzen. „Tatsächlich aber liegt die Annahme nahe, dass für industrielle und militärische Anwendungen geforscht wird“, so Christoph Marischka von der Informationsstelle Militarisierung. Das Forschungszentrum, zu dem die Institute gehören, welche die Versuche betreiben, ist der Grund dafür, dass die Tübinger Universität sich „Elite-Uni“ nennen darf. Die Experimente werden am biologischen Seminar der Universität, am Hertie-Institut für klinische Hirnforschung sowie am Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik betrieben.

Mehr Fotos von der Demonstration sind auf unserer Facebookseite (auch ohne Anmeldung) einsehbar. Mehr über die Affenversuche, über den Verlauf der Kampagne seit 2009 und über die politischen Zusammenhänge kann man in einem Hintergrund-Artikel zum Thema erfahren.

Artikel über Primatenversuche in Tübingen bei „Hintergrund“

Beim Nachrichtenmagazin „Hintergrund“ ist ein ausführlicher Artikel über die Tübinger Primatenversuche und zum Verlauf der Kampagne gegen die Experimente seit 2009 erschienen. Der Artikel findet sich auf der Website des Nachrichtenmagazins.

Tübinger Affenversuche: Undercover-Aufnahmen und Demonstration

Ein Aktivist der SOKO Tierschutz hat heimliche Aufnahmen im Affenlabor des Max-Planck-Institut aus Tübingen gemacht! Gegen die Versuche gibt es schon lange Proteste (mehr dazu in unserer Kategorie Tierversuche). Heute Abend werden die Aufnahmen bei stern TV veröffentlicht (22 Uhr 15, RTL). Mehr Infos gibt es hier.

Am Samstag, 20. September, findet eine Demonstration gegen die Affenversuche in Tübingen statt.

Verschärfung des Asyrechts verhindern


Die Bundesregierung will Serbien, Mazedonien und Bosnien-Herzegowina als „sichere Herkunftsstaaten“ einstufen. Dies hätte zur Folge, dass Asylantragsteller aus diesen Ländern kaum noch eine Chance hätten, in Deutschland Schutz zu erhalten. – Flüchtlingsrat Baden-Württemberg.

Sich gegen die Verschärfung des Asylrechts zu engagieren, ist zunächst einmal ein Akt der Solidarität: Wir alle müssen uns verwerten für die Milliardengewinne der Großkonzerne; es werden alle möglichen Mittel benutzt, um uns weniger zu geben für die Arbeit, die wir leisten: Altersunterschiede, Unterschiede im Aussehen, Geschlecht, Zeugnisse, Noten – und eben auch Pässe und Staatsangehörigkeiten. Dass in anderen Ländern die Produktionskosten niedriger sind, weil die Löhne niedriger, die Arbeitsbedingungen schlechter und die Arbeitsmöglichkeiten geringer sind, ist sowohl eine häufige Fluchtursache wie auch die Ursache dafür, dass Betriebe hier abziehen oder schließen und woanders Werke bauen. Diese Methode uns auszubeuten, vor allem, indem vielen von uns gesagt wird, sie hätten den falschen oder keinen Pass, hat also viele Seiten.


500 Menschen demonstrierten in Freiburg gegen Abschiebung von Roma 2013

Aber nicht nur werden wir gespalten, indem wir in verschiedenen Territorien besser oder schlechter verdienen, wir werden auch innerhalb eines Territoriums gespalten: Ohne Pass droht permanent die Abschiebung, die Reisefreiheit sogar innerhalb des Landes wird begrenzt, das Recht eine Wohnung zu mieten oder zu arbeiten wird Menschen verwehrt. Die bürgerlichen Medien, konzentriert in der Hand weniger Medienkonzerne, und die Parteien von der Mitte bis ins rechte Spektrum versuchen mit allen Mitteln uns in verschiedene Nationen einzuteilen und uns weiszumachen, wir dürften das „wir“ nicht als Lohnabhängige global denken, sondern als „Deutsche“, „Franzosen“ oder „Nigerianer“. Sie wollen uns von unserer Solidarität, unserer Einheit als Klasse, abbringen, weil diese unsere Ausbeutung erschweren, ja verunmöglichen würde.


Der Zaun der EU-Außengrenzen in Ceuta

Sie liefern aber nicht nur diese ideologischen Argumente, um uns zu spalten, sondern auch handfeste materielle: Als Inhaberinnen eines Passes haben wir bestimmte Rechte auf Sozialhilfe, auf Reisefreiheit und Erleichterungen in fast allen Bereichen. Wir sollen diese Privilegien annehmen und die Ausgrenzung der Menschen ohne den entsprechenden Pass akzeptieren. Hier ist die Solidarität auch mit „den Anderen“ gefragt, denn die „Anderen“ sind in Wirklichkeit ein Teil von uns, der Ausgebeuteten und Unterdrückten.

Die Forderung nach globaler Bewegungsfreiheit und offenen Grenzen ist die Forderung nach Klassenkampf und der Abschaffung des Kapitalismus. Unsere Solidarität gilt allen Lohnabhängigen und Besitzlosen weltweit! Sie zusätzlich auf alle quälbaren Körper, und damit auch auf die kapitalistisch ausgebeuteten Tiere, auszudehnen ist unser Anliegen!

Wir rufen deshalb dazu auf, die Demonstration Roma haben kein „sicheres Herkunftsland“ in Stuttgart am kommenden Samstag zu unterstützen. Aus dem Bewusstsein um Ausbeutung und Unterdrückung rufen wir auch alle Tierbefreierinnen und Tierbefreier und Tierrechtlerinnen und Tierrechtler auf, am Protest teilzunehmen.

Für ein universales Asylrecht. Gegen die Verschärfung des Asylrechts. Für Bewegungsfreiheit für Mensch und Tier. Gegen die globale Ausbeutung und den Kapitalismus!

13. September 2014, 12 Uhr, Schlossplatz Stuttgart.

Aufruf des Flüchtlingsrat Baden-Württemberg




Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: