Demonstration gegen Affenversuche

Am Samstag sind in Tübingen 1200 Menschen dem Aufruf der Organisation SOKO Tierschutz gefolgt und haben gegen Experimente an Rhesus- und Javaneraffen protestiert. Zuvor hatte Stern TV blutige Undercover-Aufnahmen aus einem der dortigen Labore im Max-Planck-Institut gezeigt. Im Zentrum der Kritik standen die in Baden-Württemberg regierenden Grünen, die ihr Wahlversprechen, die Versuche zu beenden, gebrochen haben, und der grüne Oberbürgermeister der Stadt, Boris Palmer, der sich für diese Forschung stark macht.

Den Tieren werden Kammern implantiert, die ins Hirn führen, um Elektroden einzuführen. Am Schluss werden sie getötet, damit das Hirn seziert werden kann. Begründet wird die Grundlagenforschung mit möglichem medizinischen Nutzen. „Tatsächlich aber liegt die Annahme nahe, dass für industrielle und militärische Anwendungen geforscht wird“, so Christoph Marischka von der Informationsstelle Militarisierung. Das Forschungszentrum, zu dem die Institute gehören, welche die Versuche betreiben, ist der Grund dafür, dass die Tübinger Universität sich „Elite-Uni“ nennen darf. Die Experimente werden am biologischen Seminar der Universität, am Hertie-Institut für klinische Hirnforschung sowie am Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik betrieben.

Mehr Fotos von der Demonstration sind auf unserer Facebookseite (auch ohne Anmeldung) einsehbar. Mehr über die Affenversuche, über den Verlauf der Kampagne seit 2009 und über die politischen Zusammenhänge kann man in einem Hintergrund-Artikel zum Thema erfahren.





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