Archiv für Oktober 2014

Demonstration gegen Affenversuche in Stuttgart


Am 20. September 2014 gingen über 1200 Menschen gegen die Affenversuche am Max Planck Institut Tübingen (MPI) auf die Straße (unser Demobericht). Damit wurde diese Demonstration zu einer der größten Tierrechtsdemos der letzten Jahre in ganz Deutschland. Die Aufdeckungen der Tierrechtsvereinigung SOKO Tierschutz via Stern TV konnten zahlreiche Menschen mobilisieren, die zuvor noch nicht gegen die Versuche auf die Straße gegangen waren.

Nach diesem Erfolg wird es nun in der Landeshauptstadt Stuttgart eine weitere Demonstration gegen die Affenversuche geben. Inhaltlich ergibt diese Ortswahl durchaus Sinn, schließlich hat die hier ansässige grün-rote-Landesregierung (welche wohl nicht zuletzt durch das von der Masse der Stuttgarter abgelehnte Großprojekt Stuttgart 21 an die Regierungsmacht gekommen ist) erheblichen Einfluss auf die Fortführung der Affenversuche. Da die Grünen in ihrem Wahlprogramm zur Landtagswahl 2011 eine Reduzierung von Tierversuchen allgemein und die Abschaffung der Affenversuche im Besonderen versprachen, gilt es, sie an ihr gebrochenes Wahlversprechen zu erinnern!

Kommt zahlreich zur Demonstration! Samstag, 25. Oktober, 14 Uhr, Schlossplatz (Fahnenrondell)!
Zur gemeinsamen Anfahrt treffen wir uns um 12.20 Uhr am Tübinger Hauptbahnhof!

Flyer download hier!

Gegen Drohnen und Tierversuche

Weil im Tübinger Max-Planck-Institut (MPI) für biologische Kybernetik an Tieren und für Drohnen geforscht wird, gab es am Samstag um 12 Uhr eine Protestkundgebung vor dem Institut mit 30 Teilnehmenden.

In unserem Redebeitrag legten wir die Praxis der Tierversuche dar; dabei wurde auch darauf hingewiesen, dass viele der Versuchsanordnungen am MPI weniger auf medizinische, als eher auf militärische Forschungsziele hindeuten. In einem zweiten Redebeitrag von Christoph Marischka (Informationsstelle Militarisierung) wurde auf die Zusammenarbeit des MPI mit in der Rüstungsindustrie aktiven Unternehmen eingegangen.

Die Aktion kann als teilweiser erfolgreicher Versuch der Verbindung der antimilitaristischen und tierbefreierischen Bewegung gesehen werden. Aufgrund der unglücklichen Lage und der spontanen Mobilisierung war die begrenzte Teilnahme abzusehen. Leider beteiligten sich wenige Tierrechtsbewegte.

Bericht des Schwäbischen Tagblatts.

Redebeitrag der Antispeziesistischen Aktion Tübingen.

Weitere Fotos.


Kundgebung in Stuttgart.

Um 14 Uhr fand eine Kundgebung vor dem AFRICOM (United States Africa Command) in Stuttgart-Möhringen mit 300 Teilnehmenden statt. Im AFRICOM werden die Todeslisten erstellt, in denen jene Personen, die – ohne Urteil, ohne Prozess, nach Gutdünken des US-amerikanischen Präsidenten – in Afrika durch Drohnen gezielt getötet werden sollen… Kein afrikanischer Staat wollte das Hautpquartier des AFRICOM haben, deshalb kam es eben nach Stuttgart. „Drohnentod aus Deutschland“, lautete ein Artikel in der Süddeutschen letztes Jahr, darin heißt es: „Angriffe amerikanischer Drohnen in Afrika werden von Ramstein aus dirigiert und in Stuttgart verantwortet. Doch angeblich weiß Berlin davon nichts. Unschuldige Menschen sterben“. Die BRD unterstützt also die völkerrechtswidrigen außergerichtlichen Hinrichtungen, die durch Drohnen ausgeführt werden und viele zivile Opfer fordern. Die Süddeutsche weiter: „Man kann sich darüber wundern, dass von deutschem Boden aus ein Krieg gesteuert wird, der völkerrechtlich mindestens höchst problematisch ist. Oder dass von deutschem Boden Exekutionen geplant werden, die nach deutschem Recht schlicht verboten sind.“




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