Archiv für Mai 2015

Kapitalismus, Wachstum und Naturzerstörung

Wenn von Naturzerstörungen, vom Klimawandel oder Umweltschutz die Rede ist, geht es sowohl in öffentlichen Diskursen als auch im wissenschaftlichen „Mainstream“ zumeist um Fragen der technischen „Beherrschbarkeit“ von Natur. Dabei wird insbesondere die Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz thematisiert und über politische
Forderungen oder über normative und moralische Leitbilder gesprochen, aus denen die Schonung der Natur folgen soll.

Eine zumeist ausgeblendete oder verkürzt gestellte, aber unerlässliche Frage, ist die nach den politisch-ökonomischen Ursachen bisheriger Naturzerstörungen. Oder anders gefragt: In welchem Zusammenhang stehen die Praxis des kapitalistischen Systems und die Logiken, die ihr zugrunde liegen, mit den gegenwärtigen Prozessen des Raubbaus an der Natur und der Vernichtung der natürlichen Lebensgrundlagen?

Athanasios Karathanassis ist Politikwissenschaftler, promovierter Soziologe und Lehrbeauftragter am Institut für Soziologie der Leibniz Universität Hannover und der Universität Hildesheim. Sein aktuelles Buch „Kapitalistische Naturverhältnisse – Ursachen von Naturzerstörung“ ist in diesem Jahr erschienen.

Nach dem Vortrag besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

Dienstag, 9. Juni 2015, 20 Uhr
Kupferbau, Hörsaal 23
(Hölderlinstraße 5, 72074 Tübingen)

Die Veranstaltung ist ein gemeinsames Projekt der Antispeziesistischen Aktion mit der linken Liste / [’solid].SDS Tübingen und der Grünen Jugend. Die Kosten werden zum größten Teil vom Tübinger Studierendenrat übernommen.




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