Climate March in Tübingen

Heute fand unter dem Motto „System change, not climate change“ der Tübinger Climate March statt.

Die 23. UN-Weltklimakonferenz (COP23) wird vom 6. bis 17. November in Bonn unter Schirmherrschaft der FidschiInseln ausgetragen. Die COP23 ist die wichtigste globale Klimakonferenz, etwa 20.000 Teilnehmer aus den 193 UN-Mitgliedstaaten werden dort über den weltweiten Klimavertrag verhandeln. Die Zeit drängt. Schon heute zeigen sich die Auswirkungen des Klimawandels, Wassermassen auf der einen Seite, Wasserknappheit auf der anderen. Schätzungen gehen von 300 Millionen Menschen aus, die bereits jetzt unter der Erderwärmung leiden. Um die Erderwärmung einzuschränken, wurde sich 2015 bei der COP21 in Paris in einem neuen Klimavertrag darauf geeinigt, die Erderwärmung auf unter 2°C zu beschränken. Dies ist jedoch eine große Herausforderung, und bei der COP23 sollen hierzu die Details ausgehandelt werden. Die Differenzen zwischen den Regierungen sind groß, insbesondere einige Regierungen des globalen Nordens zeigen sich wenig kompromissbereit. Auch Deutschland wird das Klimaziel für das Jahr 2020, den Treibhausgasausstoß um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken, deutlich verfehlen.

Wir fordern einen gerechten Weltklimavertrag, der den Bedürfnissen aller Menschen gerecht wird. Zusammen sagen wir: System change, not climate change.

Mehr Fotos gibt es auf unserer Facebook-Seite.

Ein Zeitungsartikel über die Demonstration findet sich hier. Leider unerwähnt bleibt in dem Artikel der Redebeitrag von Act for Animals, in dem gesagt wurde, dass die Produktion von Tierprodukten mit der größte Erzeuger von schädlichen Klimagasen ist. Wie eine Studie der Universität Wien zeigte, verursacht die Produktion eines Kilogramms Rindfleischs dieselben Treibhausgas-Emissionen wie eine Autofahrt von 1600 Kilometern. Laut dem World Watch Institute ist die Produktion tierischer Nahrungsmittel für über die Hälfte der weltweit von Menschen zu verantwortbaren Treibhausgasemissionen verantwortlich. Die UNO hat hinsichtlich des Klimawandels daher schon 2010 festgestellt: „Eine wirkliche Verringerung der Auswirkungen wäre nur mit einer grundsätzlichen, weltweiten Ernährungsumstellung möglich, weg von Tierprodukten.“





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