Antispeziesistische Aktion Tübingen Comments http://asatue.blogsport.de Thu, 07 Sep 2017 20:10:54 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 by: Stadt der Affen ¦ Auferstanden aus Ruinen http://asatue.blogsport.de/2011/05/20/peinlich-tierexperimentatoren-nennen-falsche-fakten/#comment-9936 Tue, 16 Sep 2014 10:19:28 +0000 http://asatue.blogsport.de/2011/05/20/peinlich-tierexperimentatoren-nennen-falsche-fakten/#comment-9936 [...] http://asatue.blogsport.de/2011/05/20/peinlich-tierexperimentatoren-nennen-falsche-fakten/ [...] […] http://asatue.blogsport.de/2011/05/20/peinlich-tierexperimentatoren-nennen-falsche-fakten/ […]

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by: Stadt der Affen ¦ Auferstanden aus Ruinen http://asatue.blogsport.de/2011/04/20/tierversuchsstadt-tuebingen-staatsschutz-ermittelt/#comment-9935 Tue, 16 Sep 2014 10:09:27 +0000 http://asatue.blogsport.de/2011/04/20/tierversuchsstadt-tuebingen-staatsschutz-ermittelt/#comment-9935 [...] http://asatue.blogsport.de/2011/04/20/tierversuchsstadt-tuebingen-staatsschutz-ermittelt/ [...] […] http://asatue.blogsport.de/2011/04/20/tierversuchsstadt-tuebingen-staatsschutz-ermittelt/ […]

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by: Stadt der Affen ¦ Auferstanden aus Ruinen http://asatue.blogsport.de/2009/04/25/tierexperimentatoren-widersprechen-sich-gegenseitig/#comment-9934 Tue, 16 Sep 2014 10:05:27 +0000 http://asatue.blogsport.de/2009/04/25/tierexperimentatoren-widersprechen-sich-gegenseitig/#comment-9934 [...] http://asatue.blogsport.de/2009/04/25/tierexperimentatoren-widersprechen-sich-gegenseitig/ [...] […] http://asatue.blogsport.de/2009/04/25/tierexperimentatoren-widersprechen-sich-gegenseitig/ […]

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by: Versuchte einer einführenden Zusammenfassung http://asatue.blogsport.de/2014/08/12/von-kritikern-und-geistersehern/#comment-9826 Fri, 15 Aug 2014 15:19:38 +0000 http://asatue.blogsport.de/2014/08/12/von-kritikern-und-geistersehern/#comment-9826 Nochmal inhaltlich zu dem was Peter Schadt in seiner Kritik vollkommen unberücksichtigt gelassen hat. Ich versuche hier eine einführende Zusammenfassung, die sicher leicht kritisiert werden kann (denn ich kann schließlich nicht die Dialektik der Aufklärung, die Deutsche Ideologie und einige andere Werke mit derselben Überzeugungskraft auf ein paar Zeilen zusammenfassen), wenn der Wille dazu auch nur ein wenig da ist, kann es sicher auch verstanden werden: 1. Materialismus Diese Idee, dass es "den Menschen" einfach so als völlig von Tieren und Natur abgetrennte Entität gibt, ist pure Ideologie. Die Geschichte dieser Idee war lange von der Schöpfungsgeschichte geprägt und auch die atheistische Philosophie behielt diese Idee aufrecht. Wie gesagt, Arnold Gehlen, mal als exemplarischen modernen bürgerlichen Philosophen, sieht den Mensch als Mängelwesen, der nicht alleine in der Natur klarkommt, sondern dafür sich Technik schaffen kann die er zum Überleben braucht. Ein Blick auf sogenannte Jäger und Sammler Gemeinschaften, von denen noch einige Hundertauschende in den Urwäldern und Steppen leben, teilweise mit sehr geringem Technisierungsgrad, zeigt auf, wie unhistorisch und idealistisch, quasi willkürlich gesetzt, diese Perspektive ist! Und auch dass einige Tiere sich einfach technische Hilfsmittel schaffen, spricht gegen diese Setzung, ebenso wie dass viele höhere Tiere auch ohne Sozialisation und Gemeinschaft nicht überleben können. Peter macht sich über den Ast lustig, den der Schimpanse verwendet. Aber es geht weit darüber hinaus. Manche Krähen manipulieren sehr geschickt Grashalme, bauen quasi kleine Widerhaken ein, um sich Insekten aus Bäumen zu angeln. Das ist nicht "von Natur aus" den Krähen und den Schimpansen gegeben. Auch diese Tiere machen Entdeckungen und geben sie an andere und ihre Nachkommen weiter! Und das ist genau die Definition von Kultur. Bei einer Affenart auf japanischen Inseln wurde dieser Verbreitungsprozess einmal genau beobachtet, dort bei der Entdeckung des Waschens von Süßkartoffeln. Und das Adorno-Zitat mit dem Furchtbaren, was die Menschheit durchmachen musste, zeigt auch auf: All das muss in jeder Kindheit wiederholt werden, denn jede*r von uns wird als quasi Tier* geboren. Wenn du jetzt sagst, das evolutionär entstandene Bewusstsein, das zur Arbeit befähigt, sei entscheidend, stellst du Marx und den Materialismus auf den Kopf (wobei Marx doch extra den idealistischen Hegel vom Kopf auf die Füße gestellt hat). Unser heutiges Bewusstsein haben wir durch tausende Jahre Kulturgeschichte. Bewusstsein ist primär historisch, nicht primär evolutionär/biologisch. Jäger und Sammler unterscheiden nicht zwischen sich und den Tieren*, auch teilweise heute noch. Sie jagen und sammeln wie Tiere auch. Sie sehen sich nicht als grundsätzlich verschieden an. Natürlich produzieren auch sie wie alle anderen Menschen, Kunst, Sprache, Schmuck, weshalb durchaus auch materialistisch Gesehen sie eindeutig Menschen sind. Aber z.B. ist die zentrale Arbeit, Jagen und Sammeln, fast dieselbe wie die der Tiere*, hat sich geschichtlich also wenig davon wegentwickelt. Klar, dass daraus ein Bewusstsein als Teil der Natur erfolgt, nicht als Ebenbild Gottes oder gar über-allem-stehendes, Natur gestaltendes Wesen, wie der "moderne" Mensch, der sich deshalb einbildet etwas anderes als ein Tier zu sein. Darwins Erkenntnis hat bei denen, die diese ernst genommen haben, dazu geführt nicht mehr die Mensch-Tier-Grenze so überzubetonen, was leider seit Marx und Engels trotzdem viele Linke wieder angefangen haben zu tun. Darwin sagte noch selbst, dass die "Tier-Seele" nur graduellen und keinen wesentlichen zur menschlichen hatte und dass der soziale Instinkt der Tiere noch immer der wichtigste Bestandteil der modernen Moral sei. Die bürgerliche wie die linke Wissenschaft ist leider weit hinter Marx und Darwin zurückgefallen, was klar ist: Es fließt viel Geld durch die Tierhaltung, da ist also natürliche mächtig Interesse dahinter noch an die atheistische Version des gottesebenbildlichen Menschen zu glauben. Bei der bleibt Peter stehen, was nicht schlimm ist, nur dass ihm soviel theoretische Autorität zugetraut wird dabei, ist tragisch. 2. Ausweitung der Solidarität Menschen sind völlig unterschiedlich. Manche Menschen haben ihr leben lang das Bewusstsein eines 5 Wochen alten Kindes. Trotzdem werden sie als Menschen behandelt, und das ist auch gut so! Diese abstrakte Kategorie "der Mensch", einfach weil er Kind von anderen Menschen ist und diese wie Menschen aussehen, hat historisch geholfen. Es war ein Fortschritt erstmal mindestens allen Individuen zu gewissen Rechtsansprüchen zu verhelfen, weil dann nicht alle immer wieder jedes mal für ihre Interessen kämpfen mussten, z.B. die es gar nicht können (was weniger die justistische als die faktische Seite von Recht ist). Trotzdem ist, wie aus kapitalismuskritischer Sicht ja immer wieder zurecht wiederholt wird, das Recht eine bürgerliche Instanz, die auch dazu beiträgt Ausbeutung fortzuführen, das Menschenrecht noch lange nicht erfüllt und das kann es auch im Kapitalismus nicht werden. Und ebenso wie nach dem ersten Fortschritt, in der Französischen Revolution, wo immerhin mal die weißen Männer zumindest rechtlich gleichgestellt wurden, es nicht reichte da stehen zu bleiben, sondern die Frauen und Nichtweißen es erkämpfen mussten auch in diese "Menschenrechte" eingeschlossen zu werden, ebenso reicht es nicht im Kampf für ein besseres Leben bei "den Menschen" stehen zu bleiben. Es ist eben viel zu auffällig, wie ähnlich Rassisten und Sexisten bis ins 19.Jahrhundert die Unterdrückung der Frauen und Nichtweißen rechtfertigte: Fehlendes Bewusstsein, Unfähigkeit zu Kultur usw. waren ebenso Argumente, wie jetzt, wo es um Tiere* geht. 3. Frankfurter Schule Die Kritische Theorie hat als marxistische Denkschule angefangen. In ihren materialistischen und vielen anderen Prinzipien sind sie das geblieben. Allerdings haben sie die Fortschrittsgläubigkeit des 19.Jahrhunderts, die auch in Marx' Texten stecken, hinterfragt. Eigentlich begann Engels schon damit, als er in der Dialektik der Natur schrieb, dass die fortschreitende Herrschaft über die Natur immer wieder auf die Menschen zurückschlägt. Adorno und Horkheimer beschreiben in der Dialektik der Aufklärung wie aufgeklärte Rationalität keineswegs ins Glück führen müssen, sondern auch ebenso in den Faschismus führen kann. Faschismus ist neben der unglaublichen Irrationalität und Anti-Aufklärung, die es an den Tag legt, auch ein bis ins extreme durchrationalisiertes Herrschaftssystem. Der Aufklärung wohnt inne, dass sie in ihr Gegenteil umschlägt. Das ist kein Argument gegen Aufklärung und Rationalität, wohl aber ein Appell vorsichtig damit zu sein und dessen Grenzen anzuerkennen. (ich kann nicht 250 Seiten Dialektik der Aufklärung in 30 Zeilen zusammenfassen, dennoch denke ich, dass es mit Wohlwollen verstanden werden kann!) Und ein Appell dem Gefühl und dem Mitgefühl Raum zu geben, neben der kalten Rationalität. Daraus folgt einerseits, auch die zu berücksichtigen, welche viel mehr Gefühl und Triebe und viel weniger als wir Rationalität und nur in Ansätzen Aufklärung kennen, wie die Tiere*. Andererseits dass wir das eigene Mitgefühl, auch diesen unseren "Mittieren" gegenüber, zur Geltung bringen sollten, wie auch allen Menschen gegenüber, gegenüber wir derart privilegiert leben, dass wir uns auf unseren Privilegien (nicht zur 2-3 Milliarden großen Welt-Unterschicht zu gehören, die um ihre tägliche Nahrung bangen muss) ausruhen könnten (was die meisten von uns leider auch tun und passend zu diesem Sein sich auch Bewusstsein schaffen, indem sie diese Privilegierung und fehlende Aktion dagegen rechtfertigen, sei es durch Rassismus, gelegentliche Spenden oder durch subjektlosen Strukturmarxismus ('niemand kann was für meine Privilegierung, der Kapitalismus ist es, der die Welt so ungerecht macht')). 4. Pathische Projektion Um etwas spezifischer zu werden mit der Kritischen Theorie können wir hier kurz die pathische Projektion erläutern, ein speziellen Fall des Rückfalls der Aufklärung in Barbarei: "Erst die Unterdrückung des Triebs trennt den Menschen vom Tier. Die "Bändigung des Triebs durch die Vernunft" (DA 55) führt dazu, daß der Mensch "das Bewußtsein seiner selbst als Natur sich abschneidet" (DA 61). Triebe werden tabuisiert und mit dem Tier gleichgesetzt, über das der Mensch sich zu erheben sich anstrengt. "Der Affekt wird dem Tier gleichgesetzt, das der Mensch unterjocht." (DA 54) Dies führt zur Projektion verdrängter Triebimpulse auf Tiere und andere Menschen, die als Tiere oder tierähnlich verunglimpft werden und in deren Bestrafung und Verfolgung sich der Verdrängende seinem Unmut und seiner Aggression über die Verdrängung freien Lauf lassen und gleichzeitig als Vollstrecker der Zivilisation fühlen kann. Diesen Mechanismus nennen Adorno und Horkheimer "pathische Projektion". Allgemeiner ausgedrückt meint dieser Begriff die Projektion eigener, gesellschaftlich tabuierter und daher verdrängter Triebimpulse und Gefühlsregungen vorzugsweise auf nicht dem eigenen (Volks-)Kollektiv angehörende und gesellschaftlich abgewertete, weil der Natur angeblich näherstehenden, Individuen bzw. (konstruierte) Gruppen, um sie dort zu verfolgen und in der Verfolgung die verdrängten Impulse bzw. die unbewußte Wut über deren Verdrängung auszuleben und sich dadurch als rechtschaffener Durchsetzer des Tabus zu fühlen." (quelle: http://www.tierrechts-aktion-nord.de/texte/menschtier.htm#punkt24) Es ist also wichtig, die Rationalität kritisch zu sehen, und den eigenen Trieben und Lüsten, Gefühlen und Mitgefühlen nicht mit kalter Rationalität zu begegnen. Beziehungsweise, die absolute Hierarchie der Rationalität über die Gefühle, ist in Frage zu stellen. Eine Erkenntnis die auch aus dem Feminismus schon öfters in die Linke drang. Adorno und Horkheimer nehmen das Tier* immer wieder als Beispiel für das Wesen, welches aus unserer Sicht sich unbedacht seinen Trieben und Instinkten hingibt. Natürlich schlachtet niemand Tiere* um sie auszurotten oder aus Wut gegenüber ihr sonst so freies Leben. Aber andersherum lässt sich beobachten, dass Tiere* zur Abwertung anderer Menschen verwendet werden. Dazu mehr im nächsten Punkt. 5. Das Tier-Konstrukt In der sozio-linguistischen Arbeit von Jobst Paul "Das (tier)-Konstrukt und die Geburt des Rassismus" analysiert dieser die Sprache der Abwertung. Es geht dabei um Schimpfwörter aller Art, wie um rassistische Sprache. Er kommt zu dem Schluss, dass alle Abwertungen letztendlich auf eine Art Tier* oder besser gesagt das abzielen, wie wir uns Tiere* vorstellen: Eine Art Nur-Körper, ohne Geist, nur Instinkte und Triebe, Intelligenz höchstens instrumentell, also als Mittel um seine niederen Triebe zu befriedigen. Das trifft sowohl die gängige Tier-Darstellung (mensch denke an Peters Ast) als auch die Abwertungsbezeichnungen, die entweder direkt auf Tiere abzielen ("Sau", "Schwein", "Esel") oder auf den Stoffwechsel ("Fress-", "Fett-", "Arsch", "Scheiß-"). Das trifft auf (post-)koloniale rassistische Abwertung ("Busch-", "Wild-", "Affen") als auch auf 'Übermachtsrassismen' wie Antisemitismus ("gerissene gierige Juden") als auch antimuslimischen Rassismus ("irrationale Horden von Moslems", "fluten nach Europa", "vermehren sich wie Kaninchen"). Um eine menschenfreundliche Welt zu schaffen müssen wir von diesem idealistischen Denken, es gäbe "das Wesen" eines Individuums oder einer Gruppe, weg kommen, denn es sind immer die veränderbaren Umstände, die es bestimmen, ebenso vom Geist-Natur-Dualismus, welcher die Blaupause für den Mensch-Tier-Dualismus darstellt. 5. Naturbeherrschung Der Umschlag der Rationalität in Barbarei haben die Frankfurter jedoch auch im Weltmaßstab beobachtet: Sowohl der Faschismus als auch östlichen Stalinismus wie im westlich-liberalen Kapitalismus. Überall scheint Rationalität in Barbarei umzuschlagen. Und tatsächlich sehen wir denselben rationalistischen Maximierungswahn in allen drei "Systemen": Überall wird die Ausbeutung der Natur perfektioniert und das heißt sowohl der Pflanzen und der Tiere als auch der Menschen. Du kannst nicht sagen, du willst die Nutzung von Allem effektiver machen, ohne dass dieses Konzept nicht die Menschen berührt und versucht dessen Nutzung effektiver zu machen. Das ist weder bei uns noch bei den Frankfurtern ein Appell zum Rückkehr in die Steinzeit. Die Kritischen Theoretiker stellen sich eine Versöhnung zwischen Kultur und Natur vor, die Adorno selbst mit seinen perfektionistischen Maßstäben und sehr kritischen theoretischen Herangehensweisen nur in der Musik verwirklicht sieht. Wir können uns aber ein mensch-tier- und naturfreundliches Zusammenleben und -wirken in einer befreiten Gesellschaft vorstellen. Ohne Privateigentum an Produktionsmitteln, ohne groß Hierarchien, effektiver wo es niemand schadet, ineffektiver wo es den Betroffenen angenehmer ist. 6. Hunger durch Handel Noch kurz etwas zu Peters Schadts Argument, dass Veganismus nichts gegen den Welthunger hilft, weil das Mehr an Lebensmittel überhaupt nicht den Armen zugute kommen würde, weil sie ja kein Geld haben um diese zu bezahlen. Erstmal, ja, es ist nicht so einfach, dass es an Nahrung fehlt und deshalb Menschen hungern. Es gibt jetzt schon genug für alle, auch mit Fleischkonsum. Ohne können auf jeden Fall mehr Menschen ernährt werden. Aber es ist auch nicht so, dass mit den Grundprinzipien des Kapitalismus die Welt erklärt werden kann! Schließlich gibt es reale Enteignungen, die über den kapitalistischen Handeln ablaufen: Durch die Kraftfutterproduktion für Tierprodukte steigt der Bedarf an Soja weitaus stärker als durch den veganen Sojakonsum. Dadurch werden Felder für den Sojaanbau im globalen Süden "gebraucht" und Substistenzbauern in den ärmeren Ländern von ihrem Land vertrieben, sei es legal durch Landkauf oder illegal. Der Konsum von Tierprodukten (außer Demeter, da muss 80% der Futtermittel an Ort und Stelle produziert werden), von Südfrüchten, von Energiepflanzen(E10-Kraftstoff und Biodiesel), von Kaffee und Tee sowie von Schnittblumen kann also direkt mit der Enteignung von Bauern und Bäuerinnen im globalen Süden und mit dem dadurch entstehenden Hunger zusammenhängen! Schadts nebensächliche Setzung, die ganze Welt sei bereits durchkapitalisiert und niemand lebe mehr von Substistenzwirtschaft, ist unkorrekt. Die globale Bauern und Bäuerinnenorganisation Via Campesina setzt bei der Hungerbekämpfung auf Ernährungssouveränität, also die Möglichkeit vor Ort Nahrung anzubauen. Die Vorstellung, es gebe hier ja genug zu Essen und im Süden nicht, und diese Nahrung müsste in den Süden transportiert werden ist notwendig falsches Bewusstsein, ein Schein der sich aufdrängt aber nichts mit der Realität von Enteignung der Menschen im Globalen Süden zu tun hat. Aber natürlich ist das auch nicht alles. Z.B. reagieren die Fleischproduzenten in Deutschland auf die Krise (und u.a. auch auf den Vegan-Hype hier) indem sie stärker auf Export setzen und so billiges Hünchenfleisch auf die afrikanischen Märkte strömt, dort die lokale Infrastruktur zerstört und ebenfalls für Hunger und langfristige Abhängigkeiten sorgt. Die Lösung gegen den Welthunger finden wir also nicht in der Ernährungsweise und auch nicht in überheblicher Kapitalismuskritik, sondern in Aktionen des globalen Klassenkampfes (der natürlich auch theoretisch unterfüttert sein sollte). Gezielte Boykott-Kampagnen können ebenso Teil dieser Aktionen sein, wie Fairtrade-Kampagnen, Gipfelproteste, Anschläge auf Täterkonzerne hier, Massenmobilisierung und -aufklärung z.B. zum Thema Freihandel, Ausarbeiten theoretischer Argumente für diesen Widerstand usw. Zum selbst nachlesen: Adorno, Horkheimer: Dialektik der Aufklärung: http://phoenix.blogsport.de/images/dialektik_aufklaerung.pdf die sehr lesenswerte und verständliche Kurzdarlegung der Kritischen Theorie in Bezug auf Tierbefreiung: http://www.tierrechts-aktion-nord.de/texte/menschtier.htm Marx, Engels: Gesammelte Werke unter http://mlwerke.de Kapitalimus, Kolonialismus, Hunger gibts vieles, z.B.: über Nahrungsmittelspekulation: http://uweness.eu/kapitalismus-toetet.html und über Zerstörung von Substistenzwirtschaft: http://www.berndsenf.de/pdf/WDLKapitalismusKolonialismus.pdf und über Agrarkolonialimus: http://einarschlereth.blogspot.de/2014/04/agrarkolonialismus-in-afrika.html Nochmal inhaltlich zu dem was Peter Schadt in seiner Kritik vollkommen unberücksichtigt gelassen hat. Ich versuche hier eine einführende Zusammenfassung, die sicher leicht kritisiert werden kann (denn ich kann schließlich nicht die Dialektik der Aufklärung, die Deutsche Ideologie und einige andere Werke mit derselben Überzeugungskraft auf ein paar Zeilen zusammenfassen), wenn der Wille dazu auch nur ein wenig da ist, kann es sicher auch verstanden werden:

1. Materialismus
Diese Idee, dass es „den Menschen“ einfach so als völlig von Tieren und Natur abgetrennte Entität gibt, ist pure Ideologie. Die Geschichte dieser Idee war lange von der Schöpfungsgeschichte geprägt und auch die atheistische Philosophie behielt diese Idee aufrecht. Wie gesagt, Arnold Gehlen, mal als exemplarischen modernen bürgerlichen Philosophen, sieht den Mensch als Mängelwesen, der nicht alleine in der Natur klarkommt, sondern dafür sich Technik schaffen kann die er zum Überleben braucht. Ein Blick auf sogenannte Jäger und Sammler Gemeinschaften, von denen noch einige Hundertauschende in den Urwäldern und Steppen leben, teilweise mit sehr geringem Technisierungsgrad, zeigt auf, wie unhistorisch und idealistisch, quasi willkürlich gesetzt, diese Perspektive ist! Und auch dass einige Tiere sich einfach technische Hilfsmittel schaffen, spricht gegen diese Setzung, ebenso wie dass viele höhere Tiere auch ohne Sozialisation und Gemeinschaft nicht überleben können. Peter macht sich über den Ast lustig, den der Schimpanse verwendet. Aber es geht weit darüber hinaus. Manche Krähen manipulieren sehr geschickt Grashalme, bauen quasi kleine Widerhaken ein, um sich Insekten aus Bäumen zu angeln. Das ist nicht „von Natur aus“ den Krähen und den Schimpansen gegeben. Auch diese Tiere machen Entdeckungen und geben sie an andere und ihre Nachkommen weiter! Und das ist genau die Definition von Kultur. Bei einer Affenart auf japanischen Inseln wurde dieser Verbreitungsprozess einmal genau beobachtet, dort bei der Entdeckung des Waschens von Süßkartoffeln.
Und das Adorno-Zitat mit dem Furchtbaren, was die Menschheit durchmachen musste, zeigt auch auf: All das muss in jeder Kindheit wiederholt werden, denn jede*r von uns wird als quasi Tier* geboren.
Wenn du jetzt sagst, das evolutionär entstandene Bewusstsein, das zur Arbeit befähigt, sei entscheidend, stellst du Marx und den Materialismus auf den Kopf (wobei Marx doch extra den idealistischen Hegel vom Kopf auf die Füße gestellt hat). Unser heutiges Bewusstsein haben wir durch tausende Jahre Kulturgeschichte. Bewusstsein ist primär historisch, nicht primär evolutionär/biologisch. Jäger und Sammler unterscheiden nicht zwischen sich und den Tieren*, auch teilweise heute noch. Sie jagen und sammeln wie Tiere auch. Sie sehen sich nicht als grundsätzlich verschieden an. Natürlich produzieren auch sie wie alle anderen Menschen, Kunst, Sprache, Schmuck, weshalb durchaus auch materialistisch Gesehen sie eindeutig Menschen sind. Aber z.B. ist die zentrale Arbeit, Jagen und Sammeln, fast dieselbe wie die der Tiere*, hat sich geschichtlich also wenig davon wegentwickelt. Klar, dass daraus ein Bewusstsein als Teil der Natur erfolgt, nicht als Ebenbild Gottes oder gar über-allem-stehendes, Natur gestaltendes Wesen, wie der „moderne“ Mensch, der sich deshalb einbildet etwas anderes als ein Tier zu sein. Darwins Erkenntnis hat bei denen, die diese ernst genommen haben, dazu geführt nicht mehr die Mensch-Tier-Grenze so überzubetonen, was leider seit Marx und Engels trotzdem viele Linke wieder angefangen haben zu tun. Darwin sagte noch selbst, dass die „Tier-Seele“ nur graduellen und keinen wesentlichen zur menschlichen hatte und dass der soziale Instinkt der Tiere noch immer der wichtigste Bestandteil der modernen Moral sei. Die bürgerliche wie die linke Wissenschaft ist leider weit hinter Marx und Darwin zurückgefallen, was klar ist: Es fließt viel Geld durch die Tierhaltung, da ist also natürliche mächtig Interesse dahinter noch an die atheistische Version des gottesebenbildlichen Menschen zu glauben. Bei der bleibt Peter stehen, was nicht schlimm ist, nur dass ihm soviel theoretische Autorität zugetraut wird dabei, ist tragisch.

2. Ausweitung der Solidarität
Menschen sind völlig unterschiedlich. Manche Menschen haben ihr leben lang das Bewusstsein eines 5 Wochen alten Kindes. Trotzdem werden sie als Menschen behandelt, und das ist auch gut so! Diese abstrakte Kategorie „der Mensch“, einfach weil er Kind von anderen Menschen ist und diese wie Menschen aussehen, hat historisch geholfen. Es war ein Fortschritt erstmal mindestens allen Individuen zu gewissen Rechtsansprüchen zu verhelfen, weil dann nicht alle immer wieder jedes mal für ihre Interessen kämpfen mussten, z.B. die es gar nicht können (was weniger die justistische als die faktische Seite von Recht ist). Trotzdem ist, wie aus kapitalismuskritischer Sicht ja immer wieder zurecht wiederholt wird, das Recht eine bürgerliche Instanz, die auch dazu beiträgt Ausbeutung fortzuführen, das Menschenrecht noch lange nicht erfüllt und das kann es auch im Kapitalismus nicht werden.
Und ebenso wie nach dem ersten Fortschritt, in der Französischen Revolution, wo immerhin mal die weißen Männer zumindest rechtlich gleichgestellt wurden, es nicht reichte da stehen zu bleiben, sondern die Frauen und Nichtweißen es erkämpfen mussten auch in diese „Menschenrechte“ eingeschlossen zu werden, ebenso reicht es nicht im Kampf für ein besseres Leben bei „den Menschen“ stehen zu bleiben. Es ist eben viel zu auffällig, wie ähnlich Rassisten und Sexisten bis ins 19.Jahrhundert die Unterdrückung der Frauen und Nichtweißen rechtfertigte: Fehlendes Bewusstsein, Unfähigkeit zu Kultur usw. waren ebenso Argumente, wie jetzt, wo es um Tiere* geht.

3. Frankfurter Schule
Die Kritische Theorie hat als marxistische Denkschule angefangen. In ihren materialistischen und vielen anderen Prinzipien sind sie das geblieben. Allerdings haben sie die Fortschrittsgläubigkeit des 19.Jahrhunderts, die auch in Marx‘ Texten stecken, hinterfragt. Eigentlich begann Engels schon damit, als er in der Dialektik der Natur schrieb, dass die fortschreitende Herrschaft über die Natur immer wieder auf die Menschen zurückschlägt. Adorno und Horkheimer beschreiben in der Dialektik der Aufklärung wie aufgeklärte Rationalität keineswegs ins Glück führen müssen, sondern auch ebenso in den Faschismus führen kann. Faschismus ist neben der unglaublichen Irrationalität und Anti-Aufklärung, die es an den Tag legt, auch ein bis ins extreme durchrationalisiertes Herrschaftssystem. Der Aufklärung wohnt inne, dass sie in ihr Gegenteil umschlägt. Das ist kein Argument gegen Aufklärung und Rationalität, wohl aber ein Appell vorsichtig damit zu sein und dessen Grenzen anzuerkennen. (ich kann nicht 250 Seiten Dialektik der Aufklärung in 30 Zeilen zusammenfassen, dennoch denke ich, dass es mit Wohlwollen verstanden werden kann!)
Und ein Appell dem Gefühl und dem Mitgefühl Raum zu geben, neben der kalten Rationalität. Daraus folgt einerseits, auch die zu berücksichtigen, welche viel mehr Gefühl und Triebe und viel weniger als wir Rationalität und nur in Ansätzen Aufklärung kennen, wie die Tiere*. Andererseits dass wir das eigene Mitgefühl, auch diesen unseren „Mittieren“ gegenüber, zur Geltung bringen sollten, wie auch allen Menschen gegenüber, gegenüber wir derart privilegiert leben, dass wir uns auf unseren Privilegien (nicht zur 2-3 Milliarden großen Welt-Unterschicht zu gehören, die um ihre tägliche Nahrung bangen muss) ausruhen könnten (was die meisten von uns leider auch tun und passend zu diesem Sein sich auch Bewusstsein schaffen, indem sie diese Privilegierung und fehlende Aktion dagegen rechtfertigen, sei es durch Rassismus, gelegentliche Spenden oder durch subjektlosen Strukturmarxismus (‚niemand kann was für meine Privilegierung, der Kapitalismus ist es, der die Welt so ungerecht macht‘)).

4. Pathische Projektion
Um etwas spezifischer zu werden mit der Kritischen Theorie können wir hier kurz die pathische Projektion erläutern, ein speziellen Fall des Rückfalls der Aufklärung in Barbarei:
„Erst die Unterdrückung des Triebs trennt den Menschen vom Tier. Die „Bändigung des Triebs durch die Vernunft“ (DA 55) führt dazu, daß der Mensch „das Bewußtsein seiner selbst als Natur sich abschneidet“ (DA 61). Triebe werden tabuisiert und mit dem Tier gleichgesetzt, über das der Mensch sich zu erheben sich anstrengt. „Der Affekt wird dem Tier gleichgesetzt, das der Mensch unterjocht.“ (DA 54) Dies führt zur Projektion verdrängter Triebimpulse auf Tiere und andere Menschen, die als Tiere oder tierähnlich verunglimpft werden und in deren Bestrafung und Verfolgung sich der Verdrängende seinem Unmut und seiner Aggression über die Verdrängung freien Lauf lassen und gleichzeitig als Vollstrecker der Zivilisation fühlen kann. Diesen Mechanismus nennen Adorno und Horkheimer „pathische Projektion“. Allgemeiner ausgedrückt meint dieser Begriff die Projektion eigener, gesellschaftlich tabuierter und daher verdrängter Triebimpulse und Gefühlsregungen vorzugsweise auf nicht dem eigenen (Volks-)Kollektiv angehörende und gesellschaftlich abgewertete, weil der Natur angeblich näherstehenden, Individuen bzw. (konstruierte) Gruppen, um sie dort zu verfolgen und in der Verfolgung die verdrängten Impulse bzw. die unbewußte Wut über deren Verdrängung auszuleben und sich dadurch als rechtschaffener Durchsetzer des Tabus zu fühlen.“ (quelle: http://www.tierrechts-aktion-nord.de/texte/menschtier.htm#punkt24)
Es ist also wichtig, die Rationalität kritisch zu sehen, und den eigenen Trieben und Lüsten, Gefühlen und Mitgefühlen nicht mit kalter Rationalität zu begegnen. Beziehungsweise, die absolute Hierarchie der Rationalität über die Gefühle, ist in Frage zu stellen. Eine Erkenntnis die auch aus dem Feminismus schon öfters in die Linke drang.
Adorno und Horkheimer nehmen das Tier* immer wieder als Beispiel für das Wesen, welches aus unserer Sicht sich unbedacht seinen Trieben und Instinkten hingibt. Natürlich schlachtet niemand Tiere* um sie auszurotten oder aus Wut gegenüber ihr sonst so freies Leben. Aber andersherum lässt sich beobachten, dass Tiere* zur Abwertung anderer Menschen verwendet werden. Dazu mehr im nächsten Punkt.

5. Das Tier-Konstrukt
In der sozio-linguistischen Arbeit von Jobst Paul „Das (tier)-Konstrukt und die Geburt des Rassismus“ analysiert dieser die Sprache der Abwertung. Es geht dabei um Schimpfwörter aller Art, wie um rassistische Sprache. Er kommt zu dem Schluss, dass alle Abwertungen letztendlich auf eine Art Tier* oder besser gesagt das abzielen, wie wir uns Tiere* vorstellen: Eine Art Nur-Körper, ohne Geist, nur Instinkte und Triebe, Intelligenz höchstens instrumentell, also als Mittel um seine niederen Triebe zu befriedigen. Das trifft sowohl die gängige Tier-Darstellung (mensch denke an Peters Ast) als auch die Abwertungsbezeichnungen, die entweder direkt auf Tiere abzielen („Sau“, „Schwein“, „Esel“) oder auf den Stoffwechsel („Fress-“, „Fett-“, „Arsch“, „Scheiß-“). Das trifft auf (post-)koloniale rassistische Abwertung („Busch-“, „Wild-“, „Affen“) als auch auf ‚Übermachtsrassismen‘ wie Antisemitismus („gerissene gierige Juden“) als auch antimuslimischen Rassismus („irrationale Horden von Moslems“, „fluten nach Europa“, „vermehren sich wie Kaninchen“).
Um eine menschenfreundliche Welt zu schaffen müssen wir von diesem idealistischen Denken, es gäbe „das Wesen“ eines Individuums oder einer Gruppe, weg kommen, denn es sind immer die veränderbaren Umstände, die es bestimmen, ebenso vom Geist-Natur-Dualismus, welcher die Blaupause für den Mensch-Tier-Dualismus darstellt.

5. Naturbeherrschung
Der Umschlag der Rationalität in Barbarei haben die Frankfurter jedoch auch im Weltmaßstab beobachtet: Sowohl der Faschismus als auch östlichen Stalinismus wie im westlich-liberalen Kapitalismus. Überall scheint Rationalität in Barbarei umzuschlagen. Und tatsächlich sehen wir denselben rationalistischen Maximierungswahn in allen drei „Systemen“: Überall wird die Ausbeutung der Natur perfektioniert und das heißt sowohl der Pflanzen und der Tiere als auch der Menschen. Du kannst nicht sagen, du willst die Nutzung von Allem effektiver machen, ohne dass dieses Konzept nicht die Menschen berührt und versucht dessen Nutzung effektiver zu machen. Das ist weder bei uns noch bei den Frankfurtern ein Appell zum Rückkehr in die Steinzeit. Die Kritischen Theoretiker stellen sich eine Versöhnung zwischen Kultur und Natur vor, die Adorno selbst mit seinen perfektionistischen Maßstäben und sehr kritischen theoretischen Herangehensweisen nur in der Musik verwirklicht sieht. Wir können uns aber ein mensch-tier- und naturfreundliches Zusammenleben und -wirken in einer befreiten Gesellschaft vorstellen. Ohne Privateigentum an Produktionsmitteln, ohne groß Hierarchien, effektiver wo es niemand schadet, ineffektiver wo es den Betroffenen angenehmer ist.

6. Hunger durch Handel
Noch kurz etwas zu Peters Schadts Argument, dass Veganismus nichts gegen den Welthunger hilft, weil das Mehr an Lebensmittel überhaupt nicht den Armen zugute kommen würde, weil sie ja kein Geld haben um diese zu bezahlen. Erstmal, ja, es ist nicht so einfach, dass es an Nahrung fehlt und deshalb Menschen hungern. Es gibt jetzt schon genug für alle, auch mit Fleischkonsum. Ohne können auf jeden Fall mehr Menschen ernährt werden. Aber es ist auch nicht so, dass mit den Grundprinzipien des Kapitalismus die Welt erklärt werden kann! Schließlich gibt es reale Enteignungen, die über den kapitalistischen Handeln ablaufen: Durch die Kraftfutterproduktion für Tierprodukte steigt der Bedarf an Soja weitaus stärker als durch den veganen Sojakonsum. Dadurch werden Felder für den Sojaanbau im globalen Süden „gebraucht“ und Substistenzbauern in den ärmeren Ländern von ihrem Land vertrieben, sei es legal durch Landkauf oder illegal. Der Konsum von Tierprodukten (außer Demeter, da muss 80% der Futtermittel an Ort und Stelle produziert werden), von Südfrüchten, von Energiepflanzen(E10-Kraftstoff und Biodiesel), von Kaffee und Tee sowie von Schnittblumen kann also direkt mit der Enteignung von Bauern und Bäuerinnen im globalen Süden und mit dem dadurch entstehenden Hunger zusammenhängen! Schadts nebensächliche Setzung, die ganze Welt sei bereits durchkapitalisiert und niemand lebe mehr von Substistenzwirtschaft, ist unkorrekt. Die globale Bauern und Bäuerinnenorganisation Via Campesina setzt bei der Hungerbekämpfung auf Ernährungssouveränität, also die Möglichkeit vor Ort Nahrung anzubauen. Die Vorstellung, es gebe hier ja genug zu Essen und im Süden nicht, und diese Nahrung müsste in den Süden transportiert werden ist notwendig falsches Bewusstsein, ein Schein der sich aufdrängt aber nichts mit der Realität von Enteignung der Menschen im Globalen Süden zu tun hat.
Aber natürlich ist das auch nicht alles. Z.B. reagieren die Fleischproduzenten in Deutschland auf die Krise (und u.a. auch auf den Vegan-Hype hier) indem sie stärker auf Export setzen und so billiges Hünchenfleisch auf die afrikanischen Märkte strömt, dort die lokale Infrastruktur zerstört und ebenfalls für Hunger und langfristige Abhängigkeiten sorgt. Die Lösung gegen den Welthunger finden wir also nicht in der Ernährungsweise und auch nicht in überheblicher Kapitalismuskritik, sondern in Aktionen des globalen Klassenkampfes (der natürlich auch theoretisch unterfüttert sein sollte). Gezielte Boykott-Kampagnen können ebenso Teil dieser Aktionen sein, wie Fairtrade-Kampagnen, Gipfelproteste, Anschläge auf Täterkonzerne hier, Massenmobilisierung und -aufklärung z.B. zum Thema Freihandel, Ausarbeiten theoretischer Argumente für diesen Widerstand usw.

Zum selbst nachlesen:
Adorno, Horkheimer: Dialektik der Aufklärung: http://phoenix.blogsport.de/images/dialektik_aufklaerung.pdf
die sehr lesenswerte und verständliche Kurzdarlegung der Kritischen Theorie in Bezug auf Tierbefreiung: http://www.tierrechts-aktion-nord.de/texte/menschtier.htm
Marx, Engels: Gesammelte Werke unter http://mlwerke.de
Kapitalimus, Kolonialismus, Hunger gibts vieles, z.B.: über Nahrungsmittelspekulation: http://uweness.eu/kapitalismus-toetet.html und über Zerstörung von Substistenzwirtschaft: http://www.berndsenf.de/pdf/WDLKapitalismusKolonialismus.pdf
und über Agrarkolonialimus: http://einarschlereth.blogspot.de/2014/04/agrarkolonialismus-in-afrika.html

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by: Knoti http://asatue.blogsport.de/2014/08/12/von-kritikern-und-geistersehern/#comment-9821 Wed, 13 Aug 2014 16:59:49 +0000 http://asatue.blogsport.de/2014/08/12/von-kritikern-und-geistersehern/#comment-9821 Ich habe nicht so ganz das Gefühl, dass das uns weiterbringt. Dennoch versuche ich möglichst sachlich zu antworten, vielleicht verstehen wir uns ja doch noch: 1. "einzige Ungerechtigkeit": Ich kenne niemand der bei der Kritik über Kapitalismus nicht eine Bewertung abgibt=moralisiert. Das ist ja auch okay, solange es nicht dabei bleibt. Wo ist der Sinn, es zu kritisieren, wenn ich sage: Kapitalismus ist Scheiße!? Nirgends, finde ich... 2. :D Der Gag an dem Spruch mit dem "...schweigen" ist doch das veränderte Horkheimer-Zitat! Es geht doch nur darum, vehement auszudrücken, dass die Ausbeutung der Tiere anerkannt wird. Es geht darum, zu sagen: Leute, schaut doch mal, ihr sprecht von Herrschaftskritik, kritisiert aber nicht, dass andere fühlende Wesen getötet und zerstückelt werden, ist das denn nicht auch Herrschaft? Wer das nicht versteht, soll für immer schweigen... ;P 3. "...durch das Gesamtwerk der Autorin kämpfen" ... "na herzlichen Dank"... Bitte sehr! Weiß zwar nicht wofür, aber mir war es zu mühsam mich durch deinen Gesamtbeitrag zu kämpfen. 4. "dass vor dem Punkt, an dem die menschliche Arbeit anfängt ihn vom Tier zu unterscheiden, keinerlei evolutionärer Prozess stattgefunden hat, der die Vorraussetzungen für ebenjene Arbeit liefert." Auf geht's in die nächste Runde: Willkommen zurück im Idealismus. Genau: Die Evolution hat das Bewusstsein des Menschen verändert und <em>das</em> ist die Vorraussetzung für die Arbeit. Deshalb sagt Marx ja auch "das Bewusstsein bestimmt das Sein", oder wie jetzt? Oh, Moment, war das nicht andersrum? Hat dann nicht doch die Arbeit das Bewusstsein verändert und so den Menschen einzigartig gemacht?! ^^ 5. Oh, wir weisen nicht die (Nicht-)Existenz von Bewusstsein nach. Wir hatten das eigentlich schon hingekriegt, mit EEG und Neuroforschung und so, aber irgendwie habe ich den Beweis dann doch beim Einkaufen verloren. Und die anderen Wissenschaftler*innen konnten uns den Beweis dann auch nicht liefern... sorry. 6. Stimmt, linke Autoritäten sollten nicht nur durch ihren Namen Autoritäten sein. Wer das Glück hat dann mal doch Marx, Adorno und Horkheimer teilweise zu verstehen, merkt, dass es nicht nur der Name ist. Schade, wenn wir dir nicht vermitteln konnten, was sie sagen wollen und du hier nur Autoritätsgläubigkeit siehst... Werden uns wohl noch mehr Mühe geben müssen. 7. " mal aus Versehen ein Zitat ins falsche Buch einordnet" Beziehst du dich auf diesen Text oben? Wir haben extra angedeutet, dass es mal per Zufall passiert, Zitate falsch zuzuordnen. Nur, dass keinerlei Inhalt der Kritischen Theorie angedeutet oder ansatzweise angebracht wird, sondern dieser noch explizit widersprochen wird, hat uns eben zu der Annahme geführt, dass er diese Theorie kritisiert, ohne sie ansatzweise zu verstehen. Wir wollen ihn keinenfalls diskreditieren, das erledigt er schon selbst in seinem Vortrag, aber doch darauf hinweisen, dass es leicht ist etwas zu kritisieren, wenn mensch sich nicht damit beschäftigt! Ich kann leicht zwei Sätze von irgendwoher aus dem Kontext nehmen und sagen: Stimmt doch gar nicht! Genau das macht Schadt ja nicht mit Singer, was ihm auch hoch anzurechnen ist! Er kritisiert Singer anhand von dem, was Singer meint, nicht von dem, was Singer unterstellt werden kann. Das tut fast niemand, auch ich als linker Tierbefreier hat es meist gereicht, doofe Sachen von Singer zu hören, um ihn doof zu finden. Ich habe mich dann an anderer Stelle mit bürgerlicher Moralphilosophie beschäftigt. Aber Schadt wird zugeben müssen, dass er dieses gründliche Vorgehen bei Singer nicht bei der Kritischen Theorie durchhielt. Heißt ja auch nicht, dass ich nur kritisieren darf, was ich völlig durchschaut habe, wird aber eben schwächer und macht mich angreifbar, wenn ich quasi "halbblind" kritisiere.... Zum Inhalt 1: "Gleich seien Mensch und Tier im Schmerz, dieser Schmerz sei das ausschlaggebende für den Imperativ der Solidarität, alles andere wird durchgestrichen." Das ist nicht, was Peter uns vorwirft. Er unterstellt uns quasi moralphilosophisches Vorgehen, indem wir eine Kategorie suchen, die als Imperativ zu gelten hat, um allen gleiche "Rechte" zu geben. So tun es z.B. biozentristische oder pathozentristische Philosoph*innen, von denen wir uns distanziert haben (s. unseren Text "Ein Gespenst geht um: Das Gespenst des Antispeziesismus"). In der Solidarität ist kein Aufruf zur absoluten Gleichbehandlung enthalten, keine moralische Verurteilung von abweichendem Verhalten! Solidarität entspringt keinem Philosophengeist, sondern ist ein Prinzip, welches in Gefühlsregungen begründet ist, z.B. dem Mitgefühl. Und Leid und Mitleid hängen eng beieinander. Ohne das Leid gibt es keinen Grund für die Verbesserung meiner Situation zu kämpfen, ohne das Mitleid keinen um meine Kämpfe auf andere zu beziehen, wenn mal von strategischen Gründen abgesehen wird. Leid, Mitleid, Kampf und Solidarität sind eng miteinaner verbunden. Diese Prinzipien, die der "männlich-rationale Charakter" gern als Gefühlsduselei ablehnt (Horkheimer und Adorno schreiben übrigens auch: "Die Sorge ums vernunftlose Tier aber ist dem Vernünftigen müßig. Die westliche Zivilisation hat sie den Frauen überlassen"...), sind ein besserer Maßstab für das eigene Handeln als Bibliotheken gefüllt mit Philosophie (ein guter Text zum Thema: http://www.streifzuege.org/2013/hohe-menschen-und-niedrige-tiere). 2. Maurizi (ohne -us) erkennt, dass es einen wesenlichen Unterschied zwischen Mensch und Tier*, den auch du wieder hier behauptest, nicht gibt. Und er sieht, dass das Marx auch schon erkannt hat, obwohl dieser es wohl selbst nicht wahrhaben wollte für seine Einschätzung des Tieres*. Peter behauptet, die drei Sätze, die Maurizi von Marx (Dem Sinn nach: Nur, weil der Mensch sich durch Arbeit von der Natur abgrenzt, ist das menschliche Bewusstsein anders als das tierische') ableitet, seien "alles, was den Menschen vom Tier unterscheidet". Gleich danach sagt er "Wille, Verstand und Bewusstsein" sei der Unterschied. Was nun!? Diesen "Trick" von Peter finde ich krass. In einem Nebensatz einen Unterschied darlegen zu wollen, von dem der Titel des Workshops suggeriert, er würde über ihn sprechen! Die Erkenntnis, dass nicht "der Mensch" anders ist als "das Tier", sondern nur die Menschen, die durch ihre Kulturgeschichte Distanz zwischen sich und die Natur gebracht haben (also letztlich dadurch doch alle Menschen) einfach mit einem Wesensunterschied "Wille, Verstand, Bewusstsein" gleichzusetzen, das ist ein krasser Trick. Dass Maurizi die Sätze von Marx mit einem "nur" versieht, weil er (auch) andere Erkenntnisse daraus zieht wie Marx, ist doch kein "Trick". Die Sätze sagen ja dadurch nichts anderes aus. Und ihm dann das "tricksen" unterstellen... - hm, wir werfen uns ja die ganze Zeit fiese Mittel vor, können wir also genausogut lassen. 3. "Insgesamt seid ihr leider enttäuschend wenig auf die Argumentation, dafür sehr viel auf den Referenten eingegangen." - Das finde ich die wichtigste Aussage in deinem Kommentar. Ich hatte einen anderen Eindruck - hatte das Gefühl, dass wir jetzt viel, was sich Leute nicht anderswo anlesen wollen, erklären - aber wenn du das so siehst, heißt das für mich, dass wir nächstesmal mehr auf den Inhalt eingehen sollten. Du hast jetzt aber auch gar nicht auf unsere sachlichen Hinweise reagiert. Reicht es nicht, um etwas davon zu verstehen? Vielleicht können wir nochmal einen Text schreiben, der die Entwicklung inhaltlich zusammenfasst. Bis dahin empfehle ich dir die Deutsche Ideologie von Marx und Engels. Gibts im Netz... Ich finde es aber auch schwer, wenn da einer umherzieht und zur "Kritik am politischen Veganismus" referiert, hauptsächlich mit kontextlosen Zitaten arbeitet und dann inhaltlich gar nichts zu sagen hat als das übliche "Tiere haben halt kein Bewusstsein", was wir seit Jahrzehnten von jedem Metzger hören, nicht über dieses Vorgehen zu schreiben, sondern zu schreiben: "Hm, du hast offenbar dich gar nicht mit der Materie auseinandergesetzt, also, es ist so....". Ich habe nicht so ganz das Gefühl, dass das uns weiterbringt. Dennoch versuche ich möglichst sachlich zu antworten, vielleicht verstehen wir uns ja doch noch:

1. „einzige Ungerechtigkeit“: Ich kenne niemand der bei der Kritik über Kapitalismus nicht eine Bewertung abgibt=moralisiert. Das ist ja auch okay, solange es nicht dabei bleibt. Wo ist der Sinn, es zu kritisieren, wenn ich sage: Kapitalismus ist Scheiße!? Nirgends, finde ich…

2. :D Der Gag an dem Spruch mit dem „…schweigen“ ist doch das veränderte Horkheimer-Zitat! Es geht doch nur darum, vehement auszudrücken, dass die Ausbeutung der Tiere anerkannt wird. Es geht darum, zu sagen: Leute, schaut doch mal, ihr sprecht von Herrschaftskritik, kritisiert aber nicht, dass andere fühlende Wesen getötet und zerstückelt werden, ist das denn nicht auch Herrschaft? Wer das nicht versteht, soll für immer schweigen… ;P

3. „…durch das Gesamtwerk der Autorin kämpfen“ … „na herzlichen Dank“… Bitte sehr! Weiß zwar nicht wofür, aber mir war es zu mühsam mich durch deinen Gesamtbeitrag zu kämpfen.

4. „dass vor dem Punkt, an dem die menschliche Arbeit anfängt ihn vom Tier zu unterscheiden, keinerlei evolutionärer Prozess stattgefunden hat, der die Vorraussetzungen für ebenjene Arbeit liefert.“ Auf geht’s in die nächste Runde: Willkommen zurück im Idealismus. Genau: Die Evolution hat das Bewusstsein des Menschen verändert und das ist die Vorraussetzung für die Arbeit. Deshalb sagt Marx ja auch „das Bewusstsein bestimmt das Sein“, oder wie jetzt? Oh, Moment, war das nicht andersrum? Hat dann nicht doch die Arbeit das Bewusstsein verändert und so den Menschen einzigartig gemacht?! ^^

5. Oh, wir weisen nicht die (Nicht-)Existenz von Bewusstsein nach. Wir hatten das eigentlich schon hingekriegt, mit EEG und Neuroforschung und so, aber irgendwie habe ich den Beweis dann doch beim Einkaufen verloren. Und die anderen Wissenschaftler*innen konnten uns den Beweis dann auch nicht liefern… sorry.

6. Stimmt, linke Autoritäten sollten nicht nur durch ihren Namen Autoritäten sein. Wer das Glück hat dann mal doch Marx, Adorno und Horkheimer teilweise zu verstehen, merkt, dass es nicht nur der Name ist. Schade, wenn wir dir nicht vermitteln konnten, was sie sagen wollen und du hier nur Autoritätsgläubigkeit siehst… Werden uns wohl noch mehr Mühe geben müssen.

7. “ mal aus Versehen ein Zitat ins falsche Buch einordnet“ Beziehst du dich auf diesen Text oben? Wir haben extra angedeutet, dass es mal per Zufall passiert, Zitate falsch zuzuordnen. Nur, dass keinerlei Inhalt der Kritischen Theorie angedeutet oder ansatzweise angebracht wird, sondern dieser noch explizit widersprochen wird, hat uns eben zu der Annahme geführt, dass er diese Theorie kritisiert, ohne sie ansatzweise zu verstehen. Wir wollen ihn keinenfalls diskreditieren, das erledigt er schon selbst in seinem Vortrag, aber doch darauf hinweisen, dass es leicht ist etwas zu kritisieren, wenn mensch sich nicht damit beschäftigt! Ich kann leicht zwei Sätze von irgendwoher aus dem Kontext nehmen und sagen: Stimmt doch gar nicht!
Genau das macht Schadt ja nicht mit Singer, was ihm auch hoch anzurechnen ist! Er kritisiert Singer anhand von dem, was Singer meint, nicht von dem, was Singer unterstellt werden kann. Das tut fast niemand, auch ich als linker Tierbefreier hat es meist gereicht, doofe Sachen von Singer zu hören, um ihn doof zu finden. Ich habe mich dann an anderer Stelle mit bürgerlicher Moralphilosophie beschäftigt.
Aber Schadt wird zugeben müssen, dass er dieses gründliche Vorgehen bei Singer nicht bei der Kritischen Theorie durchhielt. Heißt ja auch nicht, dass ich nur kritisieren darf, was ich völlig durchschaut habe, wird aber eben schwächer und macht mich angreifbar, wenn ich quasi „halbblind“ kritisiere….

Zum Inhalt
1: „Gleich seien Mensch und Tier im Schmerz, dieser Schmerz sei das ausschlaggebende für den Imperativ der Solidarität, alles andere wird durchgestrichen.“ Das ist nicht, was Peter uns vorwirft. Er unterstellt uns quasi moralphilosophisches Vorgehen, indem wir eine Kategorie suchen, die als Imperativ zu gelten hat, um allen gleiche „Rechte“ zu geben. So tun es z.B. biozentristische oder pathozentristische Philosoph*innen, von denen wir uns distanziert haben (s. unseren Text „Ein Gespenst geht um: Das Gespenst des Antispeziesismus“).
In der Solidarität ist kein Aufruf zur absoluten Gleichbehandlung enthalten, keine moralische Verurteilung von abweichendem Verhalten! Solidarität entspringt keinem Philosophengeist, sondern ist ein Prinzip, welches in Gefühlsregungen begründet ist, z.B. dem Mitgefühl. Und Leid und Mitleid hängen eng beieinander. Ohne das Leid gibt es keinen Grund für die Verbesserung meiner Situation zu kämpfen, ohne das Mitleid keinen um meine Kämpfe auf andere zu beziehen, wenn mal von strategischen Gründen abgesehen wird. Leid, Mitleid, Kampf und Solidarität sind eng miteinaner verbunden. Diese Prinzipien, die der „männlich-rationale Charakter“ gern als Gefühlsduselei ablehnt (Horkheimer und Adorno schreiben übrigens auch: „Die Sorge ums vernunftlose Tier aber ist dem Vernünftigen müßig. Die westliche Zivilisation hat sie den Frauen überlassen“…), sind ein besserer Maßstab für das eigene Handeln als Bibliotheken gefüllt mit Philosophie (ein guter Text zum Thema: http://www.streifzuege.org/2013/hohe-menschen-und-niedrige-tiere).

2. Maurizi (ohne -us) erkennt, dass es einen wesenlichen Unterschied zwischen Mensch und Tier*, den auch du wieder hier behauptest, nicht gibt. Und er sieht, dass das Marx auch schon erkannt hat, obwohl dieser es wohl selbst nicht wahrhaben wollte für seine Einschätzung des Tieres*. Peter behauptet, die drei Sätze, die Maurizi von Marx (Dem Sinn nach: Nur, weil der Mensch sich durch Arbeit von der Natur abgrenzt, ist das menschliche Bewusstsein anders als das tierische‘) ableitet, seien „alles, was den Menschen vom Tier unterscheidet“. Gleich danach sagt er „Wille, Verstand und Bewusstsein“ sei der Unterschied. Was nun!? Diesen „Trick“ von Peter finde ich krass. In einem Nebensatz einen Unterschied darlegen zu wollen, von dem der Titel des Workshops suggeriert, er würde über ihn sprechen! Die Erkenntnis, dass nicht „der Mensch“ anders ist als „das Tier“, sondern nur die Menschen, die durch ihre Kulturgeschichte Distanz zwischen sich und die Natur gebracht haben (also letztlich dadurch doch alle Menschen) einfach mit einem Wesensunterschied „Wille, Verstand, Bewusstsein“ gleichzusetzen, das ist ein krasser Trick.
Dass Maurizi die Sätze von Marx mit einem „nur“ versieht, weil er (auch) andere Erkenntnisse daraus zieht wie Marx, ist doch kein „Trick“. Die Sätze sagen ja dadurch nichts anderes aus. Und ihm dann das „tricksen“ unterstellen… – hm, wir werfen uns ja die ganze Zeit fiese Mittel vor, können wir also genausogut lassen.

3. „Insgesamt seid ihr leider enttäuschend wenig auf die Argumentation, dafür sehr viel auf den Referenten eingegangen.“ – Das finde ich die wichtigste Aussage in deinem Kommentar. Ich hatte einen anderen Eindruck – hatte das Gefühl, dass wir jetzt viel, was sich Leute nicht anderswo anlesen wollen, erklären – aber wenn du das so siehst, heißt das für mich, dass wir nächstesmal mehr auf den Inhalt eingehen sollten. Du hast jetzt aber auch gar nicht auf unsere sachlichen Hinweise reagiert. Reicht es nicht, um etwas davon zu verstehen? Vielleicht können wir nochmal einen Text schreiben, der die Entwicklung inhaltlich zusammenfasst. Bis dahin empfehle ich dir die Deutsche Ideologie von Marx und Engels. Gibts im Netz…

Ich finde es aber auch schwer, wenn da einer umherzieht und zur „Kritik am politischen Veganismus“ referiert, hauptsächlich mit kontextlosen Zitaten arbeitet und dann inhaltlich gar nichts zu sagen hat als das übliche „Tiere haben halt kein Bewusstsein“, was wir seit Jahrzehnten von jedem Metzger hören, nicht über dieses Vorgehen zu schreiben, sondern zu schreiben: „Hm, du hast offenbar dich gar nicht mit der Materie auseinandergesetzt, also, es ist so….“.

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by: lalelu http://asatue.blogsport.de/2014/08/12/von-kritikern-und-geistersehern/#comment-9820 Wed, 13 Aug 2014 10:32:48 +0000 http://asatue.blogsport.de/2014/08/12/von-kritikern-und-geistersehern/#comment-9820 Zunächst einmal zur „einzigen Ungerechtigkeit“. Es wird daraus tatsächlich keine Aussage getroffen über die gesamte Kritk von Susanne Witt-Stahl, sondern lediglich diese Aussage bewertet. Im der Vorbereitung der Behandlung des Zitates wird nur behauptet, die krit. Theoretiker würden sich um einen Begriff der Sache auch beim Kapitalismus nicht bemühen – was bei diesem Zitat auf jeden Fall stimmt. Es stellt sich auch schon die Frage wie jemand der, wie ihr behauptet, ja eigentlich eine super ausgearbeitete, materialistische (was für eine Gütesiegel!) Position hat, darauf kommt einen so moralisierenden Satz zu formulieren, wenn nicht eben doch aus einem Mangel der Analyse heraus. Zum nächsten Witt-Stahl Zitat: Ihr weist überhaupt nicht am Zitat nach, wo Peter Schadt hier einen Fehler gemacht hat, wenn er Witt-Stahl unterstellt sie würde Leute von der Debatte ausschließen, was ja gar nicht so weit hergeholt ist, wenn sie sagt die sollen „schweigen“. Stattdessen meint ihr, man wisse doch über die Autorin, dass sie eigentlich mit den Leuten reden wollen würde. Wieder die Frage: Wieso schreibt sie dann so einen Schrott? Bzw. wenn sich die Bedeutung des Zitates im Kontext verändern würde, warum erwähnt ihr dann nicht den Kontext, dessen Weglassung zum Mangel an Schadts Interpretation geführt haben könnte. Stattdessen sagt ihr einfach, man solle sich mal durch das Gesamtwerk der Autorin kämpfen, dann würde man schon merken, dass sie so eine gar nicht ist, wie sie hier zu sein scheint. Na herzlichen Dank. Zum Geistersehen: Hier seid ihr es doch, die etwas aus dem Kontext reißen, um falsche Positionen zu unterstellen. Ihr werft ihm vor, Bewusstsein nicht als Produkt von Arbeit zu behandeln und benennt ein Marx-Zitat, in dem genau das getan wird. Nur: exakt dasselbe Zitat wird doch im Vortrag genannt. Weil davor von Evolution die Rede ist, wollt ihr herausgehört haben, dass der andere Teil, der eben Inhalt des Zitates ist, völlig durchgestrichen wird. Jetzt werdet ihr doch aber nicht ernsthaft bestreiten, dass vor dem Punkt, an dem die menschliche Arbeit anfängt ihn vom Tier zu unterscheiden, keinerlei evolutionärer Prozess stattgefunden hat, der die Vorraussetzungen für ebenjene Arbeit liefert. Und mehr wird auch gar nicht gesagt. Ihr weist auch gar nicht nach, warum es falsch ist, dass Tiere sich nicht das Bewusstsein (bzw. die menschliche Form des Bewusstseins) mit dem Menschen teilen – und sich daher, wie im Vortrag erwähnt, doch eigentlich auch an Tierrechtsarbeit beteiligen könnten. Ihr fahrt lediglich ein paar linke Autoritäten auf (Marx, Adorno, Horkeimer), die eurer Meinung nach dem Vortrag widersprechen. Kurz etwas zu der Unart mit dem falsch eingeordneten Zitat: Es wird hier im Vortrag ein Zitat dem falschen Werk zugeordnet, das stimmt. Was ihr jetzt aber darauf zielsicher folgert, nämlich, dass Schadt sich offensichtlich mit der kritischen Theorie nur höchst oberflächlich befasst hat, ist a) Spekulation und b) offensichtlich nur dazu tauglich, ihn disqualifizieren zu wollen. Es könnte doch auch schlicht sein, dass man während man einen Vortrag hält, der – wie man unschwer hören kann – nicht so furchtbar routiniert ist, einfach mal aus Versehen ein Zitat ins falsche Buch einordnet. Die Unterstellung die ihr daraus macht ist, um mal in eurem Vokabular zu bleiben, intelektuell unredlich und diffamierend. Nun zum Inhalt: Ihr wiederholt nur genau das, was Schadt euch im Vortrag vorwirft und argumentiert gegen absolut nichts davon an: Gleich seien Mensch &#38; Tier im Schmerz, dieser Schmerz sei das ausschlaggebende für den Imperativ der Solidarität, alles andere wird durchgestrichen. Dann behauptet ihr noch, er habe das Zitat falsch verstanden – seid dann aber so im eurer Empörung versunken, dass es nicht ordentlich zugeordnet wurde, dass ihr darüber wohl vergesst zu benennen, was er denn nun falsch verstanden habe. Die Aufregung darüber, dass das nächste Zitat nun aus einer anderen Ecke kommt, finde ich unverständlich, schließlich sagt er das doch selbst &#38; behauptet mit keinem Wort, dass dort kritische Theoretiker zur Sprache kämen, insbesondere da dort auch gar nicht der „bürgerlich ethische Charakter“ der Website Gegenstand des Zitates wird, sondern das Zitat lediglich als eine Möglichkeit behandelt wird, wie Veganer den Mensch/Tier-Dualismus auflösen, worüber dann ja noch länger geredet wird (also über diesen Dualismus) Danach kommt ja dann – wie ihr wohl vergessen habt zu erwähnen – auch Maurizius zu Wort, auf die Kritik dieses Zitates geht ihr leider nicht mehr ein. Insgesamt seid ihr leider enttäuschend wenig auf die Argumentation, dafür sehr viel auf den Referenten eingegangen. Jemandem vorzuwerfen er habe etwas nicht richtig verstanden, ersetzt bei euch den Nachweis eines Fehlers &#38; die Berufung auf Autoritäten der kritischen Theorie die eigenen Argumente – auch am Ende, wo euch nur wieder einfällt auf Horkheimer zu verweisen, der ja schon längst geschrieben habe, was ihr auch immer behauptet. Zunächst einmal zur „einzigen Ungerechtigkeit“. Es wird daraus tatsächlich keine Aussage getroffen über die gesamte Kritk von Susanne Witt-Stahl, sondern lediglich diese Aussage bewertet. Im der Vorbereitung der Behandlung des Zitates wird nur behauptet, die krit. Theoretiker würden sich um einen Begriff der Sache auch beim Kapitalismus nicht bemühen – was bei diesem Zitat auf jeden Fall stimmt. Es stellt sich auch schon die Frage wie jemand der, wie ihr behauptet, ja eigentlich eine super ausgearbeitete, materialistische (was für eine Gütesiegel!) Position hat, darauf kommt einen so moralisierenden Satz zu formulieren, wenn nicht eben doch aus einem Mangel der Analyse heraus.

Zum nächsten Witt-Stahl Zitat: Ihr weist überhaupt nicht am Zitat nach, wo Peter Schadt hier einen Fehler gemacht hat, wenn er Witt-Stahl unterstellt sie würde Leute von der Debatte ausschließen, was ja gar nicht so weit hergeholt ist, wenn sie sagt die sollen „schweigen“. Stattdessen meint ihr, man wisse doch über die Autorin, dass sie eigentlich mit den Leuten reden wollen würde. Wieder die Frage: Wieso schreibt sie dann so einen Schrott? Bzw. wenn sich die Bedeutung des Zitates im Kontext verändern würde, warum erwähnt ihr dann nicht den Kontext, dessen Weglassung zum Mangel an Schadts Interpretation geführt haben könnte. Stattdessen sagt ihr einfach, man solle sich mal durch das Gesamtwerk der Autorin kämpfen, dann würde man schon merken, dass sie so eine gar nicht ist, wie sie hier zu sein scheint. Na herzlichen Dank.

Zum Geistersehen: Hier seid ihr es doch, die etwas aus dem Kontext reißen, um falsche Positionen zu unterstellen. Ihr werft ihm vor, Bewusstsein nicht als Produkt von Arbeit zu behandeln und benennt ein Marx-Zitat, in dem genau das getan wird. Nur: exakt dasselbe Zitat wird doch im Vortrag genannt. Weil davor von Evolution die Rede ist, wollt ihr herausgehört haben, dass der andere Teil, der eben Inhalt des Zitates ist, völlig durchgestrichen wird. Jetzt werdet ihr doch aber nicht ernsthaft bestreiten, dass vor dem Punkt, an dem die menschliche Arbeit anfängt ihn vom Tier zu unterscheiden, keinerlei evolutionärer Prozess stattgefunden hat, der die Vorraussetzungen für ebenjene Arbeit liefert. Und mehr wird auch gar nicht gesagt.
Ihr weist auch gar nicht nach, warum es falsch ist, dass Tiere sich nicht das Bewusstsein (bzw. die menschliche Form des Bewusstseins) mit dem Menschen teilen – und sich daher, wie im Vortrag erwähnt, doch eigentlich auch an Tierrechtsarbeit beteiligen könnten. Ihr fahrt lediglich ein paar linke Autoritäten auf (Marx, Adorno, Horkeimer), die eurer Meinung nach dem Vortrag widersprechen.

Kurz etwas zu der Unart mit dem falsch eingeordneten Zitat:
Es wird hier im Vortrag ein Zitat dem falschen Werk zugeordnet, das stimmt. Was ihr jetzt aber darauf zielsicher folgert, nämlich, dass Schadt sich offensichtlich mit der kritischen Theorie nur höchst oberflächlich befasst hat, ist a) Spekulation und b) offensichtlich nur dazu tauglich, ihn disqualifizieren zu wollen. Es könnte doch auch schlicht sein, dass man während man einen Vortrag hält, der – wie man unschwer hören kann – nicht so furchtbar routiniert ist, einfach mal aus Versehen ein Zitat ins falsche Buch einordnet. Die Unterstellung die ihr daraus macht ist, um mal in eurem Vokabular zu bleiben, intelektuell unredlich und diffamierend.

Nun zum Inhalt: Ihr wiederholt nur genau das, was Schadt euch im Vortrag vorwirft und argumentiert gegen absolut nichts davon an: Gleich seien Mensch & Tier im Schmerz, dieser Schmerz sei das ausschlaggebende für den Imperativ der Solidarität, alles andere wird durchgestrichen. Dann behauptet ihr noch, er habe das Zitat falsch verstanden – seid dann aber so im eurer Empörung versunken, dass es nicht ordentlich zugeordnet wurde, dass ihr darüber wohl vergesst zu benennen, was er denn nun falsch verstanden habe.
Die Aufregung darüber, dass das nächste Zitat nun aus einer anderen Ecke kommt, finde ich unverständlich, schließlich sagt er das doch selbst & behauptet mit keinem Wort, dass dort kritische Theoretiker zur Sprache kämen, insbesondere da dort auch gar nicht der „bürgerlich ethische Charakter“ der Website Gegenstand des Zitates wird, sondern das Zitat lediglich als eine Möglichkeit behandelt wird, wie Veganer den Mensch/Tier-Dualismus auflösen, worüber dann ja noch länger geredet wird (also über diesen Dualismus)
Danach kommt ja dann – wie ihr wohl vergessen habt zu erwähnen – auch Maurizius zu Wort, auf die Kritik dieses Zitates geht ihr leider nicht mehr ein.

Insgesamt seid ihr leider enttäuschend wenig auf die Argumentation, dafür sehr viel auf den Referenten eingegangen. Jemandem vorzuwerfen er habe etwas nicht richtig verstanden, ersetzt bei euch den Nachweis eines Fehlers & die Berufung auf Autoritäten der kritischen Theorie die eigenen Argumente – auch am Ende, wo euch nur wieder einfällt auf Horkheimer zu verweisen, der ja schon längst geschrieben habe, was ihr auch immer behauptet.

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by: sd sad http://asatue.blogsport.de/2014/03/22/vegan-hype-ursachen-vereinnahmung-aus-kaempferischer-perspektiven/#comment-9760 Sun, 27 Jul 2014 13:43:05 +0000 http://asatue.blogsport.de/2014/03/22/vegan-hype-ursachen-vereinnahmung-aus-kaempferischer-perspektiven/#comment-9760 &#62;Bei Kleidung, Handy usw. ist es ähnlich: Ich trage unfair &#62;produzierte Unterhosen (finde nur faire T-Shirts) und nutze &#62;unfair produzierte Computerteile (nicht alles finde ich second- &#62;hand)! Warum soll ich deshalb gegen ganz andere &#62;Arbeitsverhältnisse sein? Warum soll ich nicht für absolut faire &#62;und selbstbestimmte Arbeitsbedingungen sein? Warum sollen also &#62;Leute, die tierische Produkte (noch) konsumieren nicht für &#62;Tierbefreiung sein? sehe ich nicht so. das ist veganismus schon nochmal was anderes: faire baumwollbekleidung ist eine feine sache. auch ich hab nicht nur faire klamotten, was blöd ist, aber auch eine geldfrage bestimmte vegane proiudkte sind sicher auch eine geldfrage, aber nicht ob ich tierprodukte alls essbar oder konsumierbar ansehen will oder nicht. insofern würde ich nciht mal aus geldmangel oder faulheit tierprodukte konsumieren, wären ich das bei unfair produkzierten textilien z.b. schon mache >Bei Kleidung, Handy usw. ist es ähnlich: Ich trage unfair >produzierte Unterhosen (finde nur faire T-Shirts) und nutze >unfair produzierte Computerteile (nicht alles finde ich second-
>hand)! Warum soll ich deshalb gegen ganz andere >Arbeitsverhältnisse sein? Warum soll ich nicht für absolut faire >und selbstbestimmte Arbeitsbedingungen sein? Warum sollen also >Leute, die tierische Produkte (noch) konsumieren nicht für >Tierbefreiung sein?

sehe ich nicht so.
das ist veganismus schon nochmal was anderes: faire baumwollbekleidung ist eine feine sache. auch ich hab nicht nur faire klamotten, was blöd ist, aber auch eine geldfrage

bestimmte vegane proiudkte sind sicher auch eine geldfrage, aber nicht ob ich tierprodukte alls essbar oder konsumierbar ansehen will oder nicht. insofern würde ich nciht mal aus geldmangel oder faulheit tierprodukte konsumieren, wären ich das bei unfair produkzierten textilien z.b. schon mache

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by: Michael Stoll http://asatue.blogsport.de/2013/06/12/offener-brief-an-cornelie-jaeger/#comment-9613 Mon, 09 Jun 2014 19:29:35 +0000 http://asatue.blogsport.de/2013/06/12/offener-brief-an-cornelie-jaeger/#comment-9613 Hallo Ei der Daus, Wer sagt denn dass der Hirnschrittmacher das Ergebnis von Tierversuchen ist. Wenns den Flächendeckend gibtdann müsste man ein paar hundert Tierexperimentatoren einsperren die immer noch diesem Hirnschrittmacher hinterher experimetieren. Es gibt genauso viele Experten die behaupten, dass sich das Affenhirn für diese Forschung nicht eignet wie umgekehrt. Selbst wenn es so wäre hat der Mensch nicht das Recht einfach ein Tier gefangen zusetzten und an Ihm Experimente durchzuführen. Woher nimmt er sich das Recht? Er hat kein Recht, aber die Gewaltbereitschaft dazu und die Möglichkeit. Und es ist nur eine Frage der Legalität ob er an Menschen oder Tieren herumschneidet. Das zeigt die Geschichte der menschheit ganz allgemein. Das sind für ein zivilisiertes land mit unserer vergangenheit unerträgliche Zustände. Das nächste ist, dass Menschen die das Tieren antun können, einfach krank und gefährlich sind. Ich will die mit Steuergeldern nicht bezahlt haben. Ich bin in keinen Kreisen sondern ein normaler Mensch mit normalen Ansichten. Allerdings glaube ich schon, dass es hier nur schwarz oder weiß gibt. Hallo Ei der Daus,

Wer sagt denn dass der Hirnschrittmacher das Ergebnis von Tierversuchen ist.
Wenns den Flächendeckend gibtdann müsste man ein paar hundert Tierexperimentatoren einsperren die immer noch diesem Hirnschrittmacher hinterher experimetieren.
Es gibt genauso viele Experten die behaupten, dass sich das Affenhirn für diese Forschung nicht eignet wie umgekehrt.
Selbst wenn es so wäre hat der Mensch nicht das Recht einfach ein Tier gefangen zusetzten und an Ihm Experimente durchzuführen.
Woher nimmt er sich das Recht? Er hat kein Recht, aber die Gewaltbereitschaft dazu und die Möglichkeit.
Und es ist nur eine Frage der Legalität ob er an Menschen oder Tieren herumschneidet. Das zeigt die Geschichte der menschheit ganz allgemein. Das sind für ein zivilisiertes land mit unserer vergangenheit unerträgliche Zustände.
Das nächste ist, dass Menschen die das Tieren antun können, einfach krank und gefährlich sind.

Ich will die mit Steuergeldern nicht bezahlt haben.
Ich bin in keinen Kreisen sondern ein normaler Mensch mit normalen Ansichten. Allerdings glaube ich schon, dass es hier nur schwarz oder weiß gibt.

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by: Administrator http://asatue.blogsport.de/2014/03/22/vegan-hype-ursachen-vereinnahmung-aus-kaempferischer-perspektiven/#comment-9458 Mon, 05 May 2014 11:04:23 +0000 http://asatue.blogsport.de/2014/03/22/vegan-hype-ursachen-vereinnahmung-aus-kaempferischer-perspektiven/#comment-9458 Ich finde auch, dass nicht unbedingt den möglichst totalen Verzicht auf Tierprodukte in jeder Zeit und jeder Situation das angemessenste ist. Persönliche Kompromisse je nach Lebenslage sind auch okaye Wege mit diesem Widerspruch umzugehen. Ich finde es sogar wichtig, dass ganz viele Leute sagen "Ich bin für Tierbefreiung", unabhängig davon, ob sie sich immer vegan ernähren. Es gibt so viele Faktoren, die das vegane Leben für unterschiedliche Menschen leicht oder schwer machen; gleiches von Menschen in ungleichen Lagen zu verlangen ist die typische liberale Ungerechtigkeit. Bei Kleidung, Handy usw. ist es ähnlich: Ich trage unfair produzierte Unterhosen (finde nur faire T-Shirts) und nutze unfair produzierte Computerteile (nicht alles finde ich second-hand)! Warum soll ich deshalb gegen ganz andere Arbeitsverhältnisse sein? Warum soll ich nicht für absolut faire und selbstbestimmte Arbeitsbedingungen sein? Warum sollen also Leute, die tierische Produkte (noch) konsumieren nicht für Tierbefreiung sein? Ich möchte hier aber auch noch an Vorteile des veganen Lebens erinnern: Durch das täglich Praktizieren bindet sich das Thema fester an die eigene Identität. Du zeigst regelmäßig anderen auf, dass du Tierproduktion nicht in Ordnung findest. Und, vielleicht am wichtigsten: Du 'profitierst' nicht mehr von der Tierindustrie. Solange Mensch noch einen Vorteil daraus zieht, ist die Möglichkeit des Rückfalls zu der Position "Tierausbeutung ist okay" nach einigen Jahren groß. Aber wenn der Verzicht zu sehr Verzicht ist (und vor allem weil die sachlich eigentlich viel günstiger zu produzierenden veganen Artikel so teuer sind) ist das natürlich auch keine gute Werbung für das sich Einsetzen für eine andere Welt. Ich finde Kompromisse und kleine Schritte auch wichtig: Keine Milch, aber Käse/ ganz selten XY / nur bei XY / nur Containerware... Oder: Wenn ich das fertig hab / diesen Job habe / dort hingezogen bin ... Ich finde auch, dass nicht unbedingt den möglichst totalen Verzicht auf Tierprodukte in jeder Zeit und jeder Situation das angemessenste ist. Persönliche Kompromisse je nach Lebenslage sind auch okaye Wege mit diesem Widerspruch umzugehen. Ich finde es sogar wichtig, dass ganz viele Leute sagen „Ich bin für Tierbefreiung“, unabhängig davon, ob sie sich immer vegan ernähren. Es gibt so viele Faktoren, die das vegane Leben für unterschiedliche Menschen leicht oder schwer machen; gleiches von Menschen in ungleichen Lagen zu verlangen ist die typische liberale Ungerechtigkeit.
Bei Kleidung, Handy usw. ist es ähnlich: Ich trage unfair produzierte Unterhosen (finde nur faire T-Shirts) und nutze unfair produzierte Computerteile (nicht alles finde ich second-hand)! Warum soll ich deshalb gegen ganz andere Arbeitsverhältnisse sein? Warum soll ich nicht für absolut faire und selbstbestimmte Arbeitsbedingungen sein? Warum sollen also Leute, die tierische Produkte (noch) konsumieren nicht für Tierbefreiung sein?
Ich möchte hier aber auch noch an Vorteile des veganen Lebens erinnern: Durch das täglich Praktizieren bindet sich das Thema fester an die eigene Identität. Du zeigst regelmäßig anderen auf, dass du Tierproduktion nicht in Ordnung findest. Und, vielleicht am wichtigsten: Du ‚profitierst‘ nicht mehr von der Tierindustrie. Solange Mensch noch einen Vorteil daraus zieht, ist die Möglichkeit des Rückfalls zu der Position „Tierausbeutung ist okay“ nach einigen Jahren groß. Aber wenn der Verzicht zu sehr Verzicht ist (und vor allem weil die sachlich eigentlich viel günstiger zu produzierenden veganen Artikel so teuer sind) ist das natürlich auch keine gute Werbung für das sich Einsetzen für eine andere Welt. Ich finde Kompromisse und kleine Schritte auch wichtig: Keine Milch, aber Käse/ ganz selten XY / nur bei XY / nur Containerware… Oder: Wenn ich das fertig hab / diesen Job habe / dort hingezogen bin …

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by: Edward http://asatue.blogsport.de/2014/03/22/vegan-hype-ursachen-vereinnahmung-aus-kaempferischer-perspektiven/#comment-9454 Fri, 02 May 2014 08:00:44 +0000 http://asatue.blogsport.de/2014/03/22/vegan-hype-ursachen-vereinnahmung-aus-kaempferischer-perspektiven/#comment-9454 Ich finde den Text auch sehr gelungen, zeigt er doch auf, wie verstrickt die ganze Situation ist, die man oft glaubt durch eine einzige Entscheidung in eine bestimmte Richtung bewegen zu können (Keine tierischen Produkte = Befreiung für die Tiere), dem ja nicht so ist. Ich bin gerade selbst in einer sehr selbstkritischen/ überdenkenden Frage und beschäftige mich mit dem Thema Veganismus, der natürlicherweise nicht nur durch den "Befreiungsgedanken" geprägt ist, sondern nun mal auch durch "Verzicht" beziehungsweise finanzielle Zusatzbelastungen, die ich als Auszubildende zu tragen hätte. Schon eine Packung günstigere Soyamilch kostet schließlich das doppelt wie eine "übliche" Packung Kuhmilch, zudem wohne ich auf dem Land und habe nicht, wie viele Großstädtler, mal eben den veganen Supermarkt um die Ecke oder den veganen Schnellimbiss, wenn man Lust und Hunger auf was Bestimmtes hat. Dagegen steht die Liebe zu Tieren und der unbedingte Wunsch, dass es Ihnen besser geht. Ernüchternd, dass man eigentlich gar nicht direkt darauf einwirken kann, selbst wenn man ihre Produkte im Regal lässt. Ich finde es nach dem Artikel umso angebrachter, dass jeder seinen eigenen unbedenklichen und moralischen Weg findet, sich mit den Gegebenheuten auseinanderzusetzen. Man sollte weder seine moralischen Bedenken einfach über Bord werfen und sich, wie die breite Masse, kaum Gedanken machen, was man sich "in den Mund stopft"; noch sollte man "blind radikal" sein an einer Stelle, an der man vermutlich nur einsam in den Wald schreit. Vielleicht sollte man sich auch einfach aktiv für Tierrechte und Aktionen einsetzen anstatt auf Frischkäse gänzlich zu verzichten? Dies war jedenfalls mein persönlicher Gedankengang dazu ;) Ich finde den Text auch sehr gelungen, zeigt er doch auf, wie verstrickt die ganze Situation ist, die man oft glaubt durch eine einzige Entscheidung in eine bestimmte Richtung bewegen zu können (Keine tierischen Produkte = Befreiung für die Tiere), dem ja nicht so ist.
Ich bin gerade selbst in einer sehr selbstkritischen/ überdenkenden Frage und beschäftige mich mit dem Thema Veganismus, der natürlicherweise nicht nur durch den „Befreiungsgedanken“ geprägt ist, sondern nun mal auch durch „Verzicht“ beziehungsweise finanzielle Zusatzbelastungen, die ich als Auszubildende zu tragen hätte. Schon eine Packung günstigere Soyamilch kostet schließlich das doppelt wie eine „übliche“ Packung Kuhmilch, zudem wohne ich auf dem Land und habe nicht, wie viele Großstädtler, mal eben den veganen Supermarkt um die Ecke oder den veganen Schnellimbiss, wenn man Lust und Hunger auf was Bestimmtes hat.
Dagegen steht die Liebe zu Tieren und der unbedingte Wunsch, dass es Ihnen besser geht. Ernüchternd, dass man eigentlich gar nicht direkt darauf einwirken kann, selbst wenn man ihre Produkte im Regal lässt.
Ich finde es nach dem Artikel umso angebrachter, dass jeder seinen eigenen unbedenklichen und moralischen Weg findet, sich mit den Gegebenheuten auseinanderzusetzen. Man sollte weder seine moralischen Bedenken einfach über Bord werfen und sich, wie die breite Masse, kaum Gedanken machen, was man sich „in den Mund stopft“; noch sollte man „blind radikal“ sein an einer Stelle, an der man vermutlich nur einsam in den Wald schreit. Vielleicht sollte man sich auch einfach aktiv für Tierrechte und Aktionen einsetzen anstatt auf Frischkäse gänzlich zu verzichten?

Dies war jedenfalls mein persönlicher Gedankengang dazu ;)

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